Totalverlust mit Anlage-Zertifikat. Vermögensverwalter aus Ritterhude zu 70.000 Euro Schadenersatz verurteilt.

KWAG Rechtsanwälte: Wesentliche Pflichten wurden verletzt

(Bremen, 03. Mai 2013) Mit Urteil vom 5. April 2013 hat das Landgericht Verden die Volker Prüser Anlage- und Finanzberatung GmbH & Co. KG zu rund 70.000 Euro Schadenersatz verurteilt (Az.: 4 O 118/12). Dem Gericht zufolge hatte der Beklagte wesentliche, aus dem Anlageberatungs- und dem Vermögensverwaltungsvertrag resultierende Pflichten verletzt. Erstritten hat das Urteil die auf die Interessenvertretung von Investoren spezialisierte KWAG Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht in Bremen.

„In seiner Urteilsbegründung kommt das Landgericht Verden zu dem Schluss, dass der beklagte Vermögensverwalter die Kläger nicht anlage- und objektgerecht beraten hatte. Dies ist aber nach dem bekannten ‚Bond-Urteil‘ des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 1993 grundsätzlich und zwingend erforderlich“, erläutert Jens-Peter Gieschen, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht sowie KWAG-Partner.

Bei Abschluss des Beratungsvertrags mit der Volker Prüser Anlage- und Finanzberatung GmbH & Co. KG hatten die Kläger geäußert, einen Verlust von maximal zehn Prozent des zur Verwaltung überlassenen Vermögens zu akzeptieren. Überdies zeigten sich die beiden Kläger, ein Mann und eine Frau aus Ritterhude, Mitte des Jahres 2012 wegen der US-amerikanischen Haushaltskrise zunehmend verunsichert. „Sie wiesen deshalb ihren Vermögensverwalter an, bis auf Weiteres keine Investitionen mehr zu tätigen“, so Fachanwalt Jens-Peter Gieschen.

Diese Vorgabe wurde vom Vermögensverwalter nachweislich missachtet. Er erwarb ein Anlage-Zertifikat, dessen Wertentwicklung sich an jener des Aktienindexes „EuroStoxx 50“ orientierte. „Bei diesem Zertifikat handelte es sich letztlich um eine sehr spekulative und deshalb riskante Anlageform“, erläutert Gieschen. Zwar war das Zertifikat mit einer so genannten Sicherheitsbarriere ausgestattet, um Kurseinbußen beim EuroStoxx 50 abzufedern. Doch diese Sicherheitsschwelle wurde wegen der Turbulenzen an den Aktienmärkten gerissen, sodass das Anlage-Zertifikat wertlos verfiel und der Kläger einen Totalverlust erlitt.

„Nach dem Urteil des Landgerichts Verden müssen die beiden Kläger nun so gestellt werden, als hätte es die absprachewidrige Investition in das Anlage-Zertifikat nicht gegeben“, erklärt KWAG-Partner Gieschen. Dies bedeutet konkret: Die Kläger erhalten von der Volker Prüser Anlage- und Finanzberatung GmbH & Co. KG exakt 71.400,86 Euro Schadenersatz. Überdies, gerechnet ab dem 24. Mai 2012, Zinsen auf diesen Betrag.

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