Auf Euro Stoxx 50 basiertes Zertifikat reißt Sicherheitsbarriere. Volker Prüser Anlage- und Finanzberaterung GmbH & Co. KG zu 70.000 € Schadensersatz verurteilt

Das Landgericht Verden (Urteil vom 05.04.2013 AZ 4 O 118/12) verurteilte die Volker Prüser Anlage- und Finanzberatung GmbH & Co. KG zu einer Schadensersatzleistung in Höhe von rund 70.000 €. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass wesentliche Pflichten aus dem Anlageberatungs- und dem Vermögensverwaltungsvertrag von der Beklagten verletzt worden seien. Das Landgericht kommt zu dem Schluss, dass die Kläger von der Beklagten nicht anlage- und objektgerecht beraten worden seien. So hatten die Kläger bei Abschluss des Beratungsvertrags geäußert, allenfalls einen Verlust in Höhe von 10 % des zur Vermögensverwaltung überlassenen Vermögens hinnehmen zu wollen. Im Zuge der amerikanischen Haushaltskrise Mitte 2012 hatten die Kläger der Beklagten zu verstehen gegeben, dass zurzeit nicht weiter investiert werden solle. Dennoch habe nach Auffassung des Gerichts der Geschäftsführer der Beklagten, Herr Volker Prüser, absprachewidrig in ein im Spekulationsbereich liegendes Zertifikat ohne jegliche Risikostreuung investiert. Die Kläger werden nach Urteil des Landgerichts Verden so gestellt, als wäre nicht abredewidrig in das Wertpapier investiert worden. Das Urteil ist bisher nicht rechtskräftig.