Zwangswechsel bei Lebensversicherungen - Der Fluch der langen Laufzeiten

Zwei große deutsche Lebensversicherer wollen ihre Policen verkaufen - den Kunden droht ein Zwangswechsel, schreibt Herman-Josef Tenhagen in seiner Kolumne auf SPIEGEL online am 15. 10. 2017.

Das Signal sei eindeutig, und es sei beunruhigend. Zwei der zehn größten deutschen Lebensversicherer wollen ihre Kunden loswerden. Ergo und Generali glauben offenbar nicht mehr, dass sie mit den über Jahrzehnten gewonnenen Kunden in Zukunft ordentlich Geld verdienen können, schreibt Tenhagen.

Das wirft laut Tenhagen mindestens zwei Fragen auf:

  • Wer um Himmels willen soll diese ungeliebten Kunden mit ihren Renditegarantien haben wollen, und wie sollen die neuen Unternehmen der Kunden damit Geld verdienen?
  • Wie will die deutsche Versicherungsaufsicht diese neuen Dienstleister ernsthaft überwachen?

 

Beide Fragen sind für den SPIEGEL-Autoren unbeantwortet, und das könnte die neun Millionen Lebensversicherungskunden der Ergo und Generali wirklich beunruhigen, schreint er. Bei der Ergo dreht es sich demnach um 4,9 Millionen Verträge, bei der Generali um 4,4 Millionen Verträge. Und: "Schließlich geht es um rund hundert Milliarden Euro an Kundengeldern."

Wir raten Ihnen als Versicherungsnehmer deshalb genau zu prüfen, ob durch den Verkauf der Verträge eine Verschlechterung der Bedingungen oder der Bonität des Versicherers einhergeht.

Wenn Sie dabei Unterstützung brauchen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf oder Sie füllen dieses Formular aus.

Möglicherweise haben Sie auch das Recht, Ihren Versicherungsvertrag wegen mangelhafter Widerrufsbelehrungen zu widerrufen. Mehr zu diesem Thema finden Sie HIER.

Die zitierte Kolumne auf SPIEGEL online finden Sie  HIER.