Sechs Millionen Lebensversicherungen könnten den Besitzer wechseln

Es geht um rund sechs Millionen Lebensversicherungsverträge, fast ebenso viele Kunden und 56 Milliarden Euro an Kapitalanlagen. Die Betroffenen hätten einst bei der Hamburg-Mannheimer - heute Ergo Leben - oder der Victoria eine Lebensversicherung abgeschlossen, um für das Alter vorzusorgen, schreibt die Süddeutsche Zeitung (SZ) am 27. 9. 2017.

Ein wichtiges Verkaufsargument der schnell redenden Vertreter sei damals die finanzielle Stärke des Ergo-Konzerns und vor allem seiner Muttergesellschaft, dem weltweit größten Rückversicherer Munich Re, heißt es im Artikel der Süddeutschen Zeitung weiter. Aber demnächst weüden Ergo und Munich Re wohl nicht mehr geradestehen müssen für Milliarden an Privatrenten oder Einmalzahlungen, die den Kunden zustehen. Ergo sucht nach SZ-Informationen demnach einen Käufer für die beiden Gesellschaften.

Der Makler- und Beratungskonzern Willis Towers Watson habe das Mandat, einen Käufer zu suchen. Zu den Interessenten gehören laut SZ chinesische Investoren, US-Hedgefonds und britische Anleger

Die Süddeutsche Zeitung berichtet auch von negativen Erfahrungen bei ähnlichen Verkäufen von Versicherungen etwa in Großbritannien. Die Kunden wurden schäbig behandelt, sie wurden gedrängt, ihre Verträge zu miesen Konditionen aufzulösen, und sie mussten teuer für Fehler zahlen, heißt es in der Zeitung. Aber: In Deutschland solle das ganz anders laufen, sagt jedenfalls die Finanzaufsicht Bafin. Sie muss jeden Deal genehmigen und will dabei dafür sorgen, dass die Interessen der Kunden gewahrt bleiben. Betroffene sollten unbedingt ihre Ansprüche kennen und genau wissen, was ihnen an Auszahlungen oder Privatrenten zusteht.

Wir raten Ihnen als Versicherungsnehmer deshalb genau zu prüfen, ob durch den Verkauf der Verträge eine Verschlechterung der Bedingungen oder der Bonität des Versicherers einhergeht.

Wenn Sie dabei Unterstützung brauchen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf oder Sie füllen dieses Formular aus.

Möglicherweise haben Sie auch das Recht, Ihren Versicherungsvertrag wegen mangelhafter Widerrufsbelehrungen zu widerrufen. Mehr zu diesem Thema finden Sie HIER.

Den kompletten Artikel aus der Süddeutschen Zeitung finden Sie  HIER.