Millionen Verträge zu haben: Generali sucht Käufer für Lebens-Policen

Die Bewegung auf dem deutschen Markt für Lebensversicherungen hält an. Der italienische Versicherungskonzern Generali baut sein Deutschland-Geschäft radikal um und stellt die bisherige Generali Lebensversicherung Anfang nächsten Jahres ein, berichtet am 28. 9. 2017 n-tv auf seiner Internetseite.

Die rund vier Millionen Verträge könnten laut n-tv danach auch an einen professionellen Abwickler von Lebensversicherungen verkauft werden. Erst vor wenigen Tagen hatte der Versicherungskonzern Ergo mitgeteilt, mit einem Verkauf seiner beiden Töchter Ergo Leben und Victoria Leben zu liebäugeln. Dabei geht es demnach um zusammen rund sechs Millionen Policen.

Hintergrund der Aktionen seien jeweils hohe Altbestände an Policen, die noch zu Hochzins-Zeiten abgeschlossen wurden, schreibt n-tv. Sie  beinhalten einen entsprechenden Garantiezins - nicht selten vier Prozent. Seit die großen Notenbanken aber nach der Finanzkrise ihre Zinssätze auf Null gestellt haben, müssten Versicherer immer größere Anstrengungen aufbringen, die Versprechungen zu erfüllen. Das binde in den Unternehmen erhebliches Kapital. Daher unterstützet auch die Finanzaufsicht BaFin den Umstieg auf Policen ohne Garantien. Sie achtet aber darauf, dass die Kunden bei einem Verkauf der Altbestände nicht schlechter gestellt werden, heißt es bei n-tv.

Wir raten Ihnen als Versicherungsnehmer deshalb genau zu prüfen, ob durch den Verkauf der Verträge eine Verschlechterung der Bedingungen oder der Bonität des Versicherers einhergeht.

Wenn Sie dabei Unterstützung brauchen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf oder Sie füllen dieses Formular aus.

Möglicherweise haben Sie auch das Recht, Ihren Versicherungsvertrag wegen mangelhafter Widerrufsbelehrungen zu widerrufen. Mehr zu diesem Thema finden Sie HIER.

Den zitierten Artikel von n-tv finden Sie  HIER.