Umweltrecht

PFOS - Gift in der Ochtum

Perfluoroctansulfonsäure, kurz PFOS, ist für Säugetiere giftig. Es steht außerdem seit den 1990ziger Jahren in Verdacht, krebserregend zu sein. Die Chemikalie wurde hauptsächlich verwendet, um Textilien, Teppiche und Papier fett-, öl- und wasserfest zu imprägnieren.

PFOS wurde obendrein jahrzehntelang dem Löschschaum der Feuerwehren zugesetzt – auch am Flughafen Bremen.

Die Substanz baut sich in der Natur kaum ab und lagert sich im Körper an. Sie kann Bauchspeicheldrüse, Leber und Nieren schädigen. Seit einigen Jahren werden zum Teil dramatisch hohe Konzentrationen von PFOS in Gewässern vor allem in der Nähe von zivilen und militärischen Flugplätzen festgestellt. Auch an und in der Ochtum auf Bremer und niedersächsischem Gebiet.

Selbst wenn am Bremer Flughafen angeblich seit 2003 kein PFOS mehr verwendet wird, gelangt die gefährliche Chemikalie noch immer in die Gewässer der Umgebung, vor allem in die Ochtum und die mit ihr verbundenen Gräben. Eine Wasserprobe, die KWAG RECHTSANWÄLTE aktuell am Einlaufbauwerk des Flughafens entnommen haben, zeigt hohe PFOS-Werte. Dort wird das Niederschlagswasser des Flughafens in den Vorfluter geleitet.

PFOS ist bereits im Wasser nachgewiesen und in Fischen - zum Teil in extrem hoher Konzentration. Deshalb haben die Behörden mittlerweile empfohlen, keine Fische aus der Ochtum mehr zu essen. Es wird wahrscheinlich auch im Gemüse, in Obst und anderen Nutzpflanzen angereichert sein. Vor allem dort, wo Ochtumwasser zum Gießen verwendet worden ist. Auch für das Grundwasser besteht ein hohes Risiko.

Die zuständigen Behörden in Bremen und Niedersachsen geben nur wenige Informationen preis und handeln viel zu zögerlich. Das ist nicht akzeptabel!

Der Umweltingenieur Dr. Thomas Caro aus Aachen ist Experte für Toxikologie und kennt sich wie kaum ein anderer mit PFOS aus. Er erläuterte auf einer KWAG-Informationsveranstaltung Anfang Oktober in Bremen die Gefahren durch PFOS und zeigte auf, was jetzt dringend passieren muss.

Als Spezialisten des KWAG Kompetenz-Zentrums für Recht und Umwelt informierten die Rechtsanwälte Jan-Henning Ahrens und Andreas Erren, welche Rechte und mögliche Entschädigungen betroffenen Anwohner zustehen. Denn neben der unmittelbaren Gesundheitsgefahr durch PFOS haben die Grundstücke und Immobilien im betroffenen Gebiet durch die massive Umweltbelastung zweifellos erheblich an Wert verloren.

Ein Video von der Veranstaltung stellen wir in Kürze zur Verfügung.

 Die Einladung zur Veranstaltung als PDF-Datei zum Download finden Sie  HIER.


Wer behält eigentlich den Durchblick? Über die Regelungsdichte von Gesetzen und Verordnungen im Umweltrecht. Neuer Beratungsservice von KWAG Rechtsanwälte

Wussten Sie, dass es allein im klassischen Umweltrecht als Teil des Geschäftsbereiches des Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit des Bundes (kurz BUMB) nicht weniger als 83 Gesetze und 140 Verordnungen zu den Gebieten „Allg. Umweltschutz, Abfallwirtschaft, Chemikalienrecht, Erneuerbare Energien, Klimaschutz, Gewässerschutz, Immissionsschutz, Kerntechnische Sicherheit und Strahlenschutz, sowie Naturschutz und Landschaftspflege“ gibt?

Damit nicht genug, hinzukommen noch zahlreiche weitere, teilweise völlig verschiedene Vorschriften, die nur in einzelnen Bundesländern gelten.

Allein die Dimension des Bestandes an Vorschriften ist enorm. Wie komplex der "Vorschriftendschungel" ist zeigt sich vor allem, wenn es - wie im laufenden Jahr - an die Umsetzung großer Novellierungs- und Änderungspakete geht. Eine Liste der wichtigsten Neuregelungen aus 2017 finden Sie HIER.

Wir informieren Sie neben den Neuigkeiten aus dem Bereich Kapitalmarkt- und Bankenrecht künftig auch über die aktuellen Entwicklungen und die wirtschaftlichen Auswirkungen in den Bereichen Umwelt- und Immobilienrecht.

Den meisten Unternehmen und Betrieben, aber auch Privatpersonen ist oft gar nicht klar, ob und in wie weit sie von neuen Regelungen oder Änderungen betroffen sind. Information bedeutet Vorsprung, aber in jedem Fall auch ein gewisses Maß an Sicherheit vor negativen Folgen bei Rechtsverstößen.

Wenn sie unsicher sind, sprechen sie uns an!

Wir bieten rasche, fundierte Antworten auf ihre Fragen und eine praxisorientierte Bestandsaufnahme soweit notwendig, um zu klären, ob und wie sie betroffen sind und welcher Handlungsbedarf besteht, um sich rechtskonform zu verhalten.

Wir bieten jetzt über die Beratung im Einzelfall hinaus eine praxisorientierte, gezielte Schulung für Sie und Ihre Beschäftigten, wahlweise in unseren eigenen Veranstaltungsräumen oder auch „in house“, also bei Ihnen im Betrieb.

Nutzen Sie die Möglichkeit einer unkomplizierten Kontaktaufnahme für Anfragen mit dem  vorbereiteten Kontaktformular.

Bundesweit steigt die Nachfrage nach Immobilien und Grundstücken rasant. Der hohe Flächenverbrauch führt langfristig dazu, dass mehr und mehr Industrie- und Gewerbeflächen, aber auch Flächen für Wohnbau auf problematischen, weil schadstoffbelasteten Arealen ausgewiesen werden müssen.

Wir werden auf die Nutzbarmachung und Wiederverwendung von sogenannten  Altstandorten aus gewerblicher Nutzung, Industriebrachen und Altlastengebieten nicht verzichten können.

Wir bieten Ihnen deshalb umfassende Beratungs- und Projektierungsleistungen im Zusammenhang mit allen juristischen Fragen aus dem Immobilien- und Umweltrecht. Unsere Schwerpunkte sind unter anderem Abfall- und Immissionsschutzrecht, Anlagenzulassungsrecht, Altlasten- und Bodenschutzrecht sowie Wasserrecht.

  • Wir vertreten Sie kompetent und professionell auf den genannten Gebieten, wenn Sie entsprechend investieren wollen.
  • Aber auch, wenn Sie für eine Altlast verantwortlich sind und de-investieren müssen.
  • Wir übernehmen außerdem gern ein Mandat für alle, die sich juristisch gegen Umweltbelastungen zur Wehr setzen wollen.

 

Wir begleiten Sie bei Genehmigungsverfahren von Anlagen mit Öffentlichkeitsbeteiligung, bei Umweltverträglichkeitsprüfungen und Scopingterminen. Wir verfügen über umfassende Erfahrungen im Bau- und Werkvertragsrecht mit speziellen Fragen im Anlagenbau, etwa für Wasserreinigungs-, Abfallentsorgungs- und Biogasanlagen – auch im internationalen Bereich. Außerdem haben wir fundierte Erfahrungen im Patent-, Marken- und Lizenzrecht sowie bei der Vertragsgestaltung mit Know-how-Schutz ebenfalls mit internationalen Bezügen.

Grundstücksgeschäfte haben immer auch konkrete Verbindungen zu den klassischen Kapitalanlage- und Finanzierungsfragen, die bei uns ohnehin bestens vertreten sind. Deshalb bieten wir Ihnen zum allgemeinen Immobilienrecht ebenfalls umfassende juristische Beratung. Mehr zu diesem Themenkreis finden Sie HIER.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Spezialist bei KWAG RECHTSANWÄLTE für diese Bereiche ist Rechtsanwalt Andreas Erren.

Hier finden Sie aktuelle Informationen und News zum Thema.



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