Eventus: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugs

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen den Vorstandschef der Wohnungsbaugenossenschaft Eventus wegen des Verdachts auf Untreue und Betrug. 450 Anlegern drohen Verluste, berichtet am 6. 11. 2017 der Südwest-Rundfunk (SWR) auf seinem Online-Portal.

Es geht offenbar um Beträge in knapp zweistelliger Millionenhöhe, heißt es auf SWR online. Die genossenschaftlich organisierte Wohnungsbaugesellschaft Eventus eG aus Stuttgart habe Mitte September Insolvenz angemeldet. Der Vorstandsvorsitzende sitze nun seit einigen Wochen in Untersuchungshaft in Stuttgart-Stammheim. Rund 450 Anlegern drohe der Verlust ihrer Einlagen.

Das Gründungsziel, der Erwerb und die Sanierung von Wohnimmobilien zum Nutzen der Mitglieder sei nicht wirklich verfolgt worden, heißt es. Der vorläufige Insolvenzverwalter Tibor Braun habe bisher keine wesentlichen Investitionen erkennen können. Dafür habe der Gründer der Wohnungsbaugenossenschaft Eventus eG, Marco T., teilweise an sich selbst oder an eine eigene Firma, die von seiner Ehefrau geführt wurde, hohe Provisions- und Vermittlungszahlungen geleistet, meldet der Sender aus Stuttgart. Nach Buchungsunterlagen, die dem SWR vorliegen, zwischen einer halben und einer dreiviertel Million Euro im Jahr.

Von den zehn Millionen Euro der Anleger hat der Insolvenzverwalter noch 7.000 Euro in bar, drei Wohnungen in Chemnitz und eine Brache in Stuttgart vorgefunden. Der Prüfverband vbw, der die jährliche Prüfung der Genossenschaft vornahm, sieht sich nicht in der Haftung.

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Den zitierten Artikel vom SWR finden Sie  HIER.