Nach Kartellverdacht: Bafin prüft Ad-hoc-Verstöße bei VW und Daimler

Nach dem Kartellverdacht gegen deutsche Autobauer nimmt jetzt auch die die Finanzaufsichtsbehörde Bafin zwei Hersteller genauer unter die Lupe, berichten verschiedene Medien am 8. 8. 2017, darunter FOCUS online.

"Wir prüfen, ob VW und/oder Daimler im Zusammenhang mit den mutmaßlichen Selbstanzeigen die Ad-hoc-Pflicht beachtet haben", zitiert FOCUS Online die Behörde. BMW ist demnach nicht im Visier der Behörde. Börsennotierte Unternehmen müssen ihre Aktionäre mit sogenannten Ad-Hoc-Mitteilungen über Vorgänge informieren, die den Aktienkurs erheblich beeinflussen könnten. Die Aktien der Hersteller hatten nach des Bekanntwerden des Kartellverdachts an der Börse spürbar nachgegeben.

Auch die EU-Kommission prüft derzeit Informationen, wonach sich VW, BMW, Daimler, Audi und Porsche unter anderem in technischen Fragen und teilweise beim Einkauf abgesprochen haben sollen. Die Kartellwächter müssen jetzt entscheiden, ob diese Absprachen illegal waren.

Sollte sich der Kartellverdacht gegen die genannten Hersteller bewahrheiten, kommen möglicherweise auch Verstöße gegen das Aktienrecht in Betracht. Wenn Sie also Autoaktien gekauft haben, sollten Sie die Entwicklung unbedingt genau beobachten.

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