Kartellverdacht gegen deutsche Autobauer - EU lässt BMW-Zentrale durchsuchen

Im Zuge der Kartellvorwürfe gegen die deutsche Autoindustrie hat die EU-Kommission in dieser Woche Mitarbeiter zur Prüfung in die Münchner BMW-Konzernzentrale entsandt. Das berichten am 20. 10. 2017 meherer Medien, darunter auch FOCUS Online. Ein Sprecher des Autoherstellers habe das auf Anfrage des Nachrichtenportals bereits bestätigt.

Die EU-Kommission teilte demnach mit, es habe eine "nicht angekündigte Prüfung" bei einem deutschen Autobauer gegeben. Namen nannte sie nicht, berichtet FOCUS Online. Bei der EU-Kommission läuft derzeit eine Voruntersuchung zu Kartellvorwürfen gegen die deutsche Autoindustrie. BMW und Daimler sowie VW samt Töchtern Audi und Porsche sollen sich jahrelang in geheimen Zirkeln über ihre Autos, Kosten und Zulieferer ausgetauscht haben.

Solche Absprachen unter Autobauern sind durchaus üblich - zum Beispiel, um Standards für die Ladung von Elektroautos abzusprechen, hieß es. Die Frage ist aber, ob in diesem Fall eine Grenze überschritten wurde. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe im Sommer wurde berichtet, dass der Volkswagen-Konzern schon vor einiger Zeit eine Art Selbstanzeige rund um den Kartellverdacht bei den Behörden eingereicht habe. Daimler soll den Wolfsburgern aber noch zuvorgekommen sein und hat nun den Status als Kronzeuge beantragt, schreibt FOCUS Online..

Es verdichten sich damit die  Hinweise auf ein PKW Kartell. Die Durchsuchung bei BMW könnte ein Indiz dafür sein, dass die Behörden nunmehr Ernst machen. Sollte sich der Verdacht erhärten, wären sicher Millionen Autofahrer betroffen.

Neuwagenkäufer haben unter Umständen Anspruch auf Schadensersatz, wenn sich der Kartellverdacht bestätigt. Anspruchsgrundlage für Schadensersatz ist das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Es  sieht neuerdings eine Beweiserleichterung durch die sogenannte Bindungswirkung vor: Das Bestehen eines Kartells muss nicht mehr von den Geschädigten bewiesen werden, vielmehr sind die Gerichte an die Feststellungen der Behörden gebunden.

Wenn Sie zu den geschädigten Fahrzeug-Besitzern gehören, sollten Sie unbedingt jetzt handeln.

Bei der Durchsetzung Ihrer Kundenrechte ist es sinnvoll, anwaltlich begleitet zu werden.  Unsere Kanzlei hat bereits für eine Vielzahl von Mandanten die notwendigen juristischen Schritte eingeleitet.

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Den zitierten Artikel aus FOCUS Online finden Sie  HIER.