Kartellverdacht: Anleger trennen sich von Autoaktien

Die deutschen Autohersteller geraten wegen des Kartellverdachts mit möglichen Schäden für Kunden und Zulieferer immer stärker unter Druck, berichten am 24. 7. 2017 zahlreiche Medien. Anleger würden in Scharen ihre Autoaktien verkaufen, schreibt zum Beispiel die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

Anleger am deutschen Aktienmarkt sind angesichts der Sorgen um die deutschen Autobauer erst einmal vorsichtig geblieben, heißt es dort. Am heutigen Montag habe der Dax weitere Abschläge hinnehmen müssen. Nach Angaben der FAZ verlor der Index am Vormittag weitere 0,36 Prozent auf 12.195,43 Punkte.

Gesprächsthema am Markt bleibe der Kartellverdacht bei den deutschen Autoherstellern, deren Aktien an ihren Abwärtstrend vom Freitag anknüpften. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte am Freitag über den Verdacht jahrelanger illegaler Absprachen zu Lasten von Verbrauchern und Zulieferern berichtet. Deutsche Autowerte waren daraufhin unter Druck geraten. Am Montag sackten die Anteile der im Dax notierten Hersteller Volkswagen, BMW und Daimler als schwächste Index-Vertreter um bis zu dreieinhalb Prozent ab, schreibt die FAZ.

Von einem "historischer Tiefpunkt für Automobil-Unternehmen und deren Aktionäre" spricht auch das Handelblatt: In weniger als zwei Handelstagen hätten die drei Automobilaktien im Dax mehr als 11,4 Milliarden Euro an Wert verloren. Den größten Verlust gab es demnach bei Volkswagen: Seit Handelsbeginn am Freitag bis Montagmittag hätten die Vorzugsaktien 3,89 Milliarden Euro an Marktkapitalisierung verloren. Knapp dahinter mit minus 3,88 Milliarden Euro liege die Daimler Aktie, gefolgt von den BMW-Titeln (minus 2,77 Milliarden Euro), heißt es im Handelsblatt.

Sollte sich der Kartellverdacht gegen die genannten Hersteller bewahrheiten, kommen möglicherweise auch Verstöße gegen das Aktienrecht in Betracht. Wenn Sie also Autoaktien gekauft haben, sollten Sie die Entwicklung unbedingt genau beobachten.

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Mehr zum Thema finden Sie unter anderem in der  Frankfurter Allgemeinen Zeitung  und im  Handelsblatt.