Durchsuchungen bei VW und Daimler wegen Kartellvorwürfen

Ermittler der EU-Kommission haben weitere Autobauer in Deutschland wegen möglicher Kartellverstößte durchsucht. Der Volkswagen-Konzern in Wolfsbug und Daimler in Stuttgart bestätigten, dass es bei ihnen "angekündigte Nachprüfungen" gab, berichten am 23. 10. 2017 verschiedene Medien darunter auch WELT online.

Die Kartellvorwürfe waren im Juli durch einen "Spiegel"-Bericht bekannt geworden. Demnach sollen sich Volkswagen mit seinen Töchtern Audi und Porsche sowie Daimler und BMW seit den 90er Jahren in geheimen Arbeitsgruppen über ihre Fahrzeuge abgesprochen haben.

Volkswagen räumte demnach jetzt ein, die laufenden kartellrechtlichen Untersuchungen der EU-Kommission würden sich auch gegen Volkswagen richten, schreibt WELT online. Die Kommission habe Unterlagen in den Geschäftsräumen von Volkswagen in Wolfsburg und bei der Konzerntochter Audi in Ingolstadt gesichtet. VW und die betreffenden Konzernmarken kooperierten "seit längerem vollumfänglich" mit der Kommission,heißt es.

Daimler teilte laut WELT online mit: "Wir haben eine Nachprüfung, die uns angekündigt wurde." Daimler kooperiere vollumfänglich mit den Behörden. Der Autobauer bekräftigte, er habe einen Kronzeugenantrag gestellt.

Die Kommission in Brüssel erklärte gegenüber den Medien, die EU-Beamten seien von Vertretern der deutschen Wettbewerbsbehörden begleitet worden. Die Namen der betroffenen Unternehmen nannte die Kommission wie üblich nicht.

Neuwagenkäufer haben unter Umständen Anspruch auf Schadensersatz, wenn sich der Kartellverdacht bestätigt. Anspruchsgrundlage für Schadensersatz ist das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Es  sieht neuerdings eine Beweiserleichterung durch die sogenannte Bindungswirkung vor: Das Bestehen eines Kartells muss nicht mehr von den Geschädigten bewiesen werden, vielmehr sind die Gerichte an die Feststellungen der Behörden gebunden.

Wenn Sie zu den geschädigten Fahrzeug-Besitzern gehören, sollten Sie unbedingt jetzt handeln.

Bei der Durchsetzung Ihrer Kundenrechte ist es sinnvoll, anwaltlich begleitet zu werden.  Unsere Kanzlei hat bereits für eine Vielzahl von Mandanten die notwendigen juristischen Schritte eingeleitet.

Wir sind Spezialisten für Schadensersatz.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Den zitierten Artikel aus WELT online finden Sie  HIER.