EKZ Barleben GbR

Immobilienfonds

Art der Kapitalanlage:

Geschlossene Immobilienfonds in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)

Initiatoren / Vertrieb:

WWW Immofinanz GmbH mit Sitz in Würzburg (Hauptgesellschafter), v. d. d. Geschäftsführer: Herr Dipl.  Kaufmann Wolfgang Werner. Der Vertrieb des Fonds wurde von kleinen regional tätigen Vertriebsgesellschaften unter Leitung der WK Würzburger Kapitalanlagen Vermittlungs-GmbH aus Würzburg  vorgenommen.

Problembeschreibung: 

Die versprochenen Ausschüttungen aus den Fonds wurden bereits kurze Zeit nach Beitritt zur Gesellschaft stark reduziert.  Die Fonds haben jeweils in eine Gewerbeimmobilie in den neuen Bundesländern (Oschatz / Schönebeck / Barleben) investiert. Der unterstellte wirtschaftliche Aufschwung blieb jedoch aus. Mieteinnahmen brachen ein. Aus diesem Grund befinden sich die drei Fonds in einer wirtschaftlich schwierigen  Situation. Im Jahr 2003 wurde ein Ermittlungsverfahren gegen den Geschäftsführer der EUREAL Treuhandgesellschaft mbH und Steuerberatungsgesellschaft Dr. Wehner eingeleitet. Zudem wurde über das Vermögen der Vermögen der damaligen  Geschäftsführerin der Fonds ein Insolvenzverfahren beim AG Berlin-Charlottenburg eröffnet.
Bei Insolvenz der Fondsgesellschaften drohen den Gesellschaftern die persönliche Inanspruchnahme aus den von der Geschäftführung der Gesellschaften abgeschlossenen Darlehensverträgen und der Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Betroffene:

Mindestens 200 Anleger, die ihre Anteile ausschließlich fremd  über ein Darlehen bei der Raiffeisenbank Dinkelsbühl ? Hesselberg eG (jetzt VR Bank Dinkelbühl eG), der  Sparkasse Mainfranken Würzburg, der Städtischen Sparkasse Schweinfurt sowie der Kreissparkasse Schweinfurt finanziert haben.

Lösungsvorschläge:

Nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sind die zur Finanzierung der Fondsanteile über einen Treuhänder (EUREAL Treuhandgesellschaft mbH und Steuerberatungsgesellschaft mbH) abgeschlossenen  Darlehenverträge wegen Verstoßes gegen das Rechtsberatungsgesetz unwirksam. Zudem können die  geschädigten Anleger Schadensersatzansprüche wegen Falschberatung bei Vermittlung auch gegenüber der kreditgebenden Bank geltend machen. Somit können die Anleger von der kreditgebenden Bank die Freistellung von den Darlehensverbindlichkeiten, die Rückgewähr der zur Sicherheit abgetretenen Lebensversicherungsansprüche und die Rückzahlung der noch nicht verjährten Zinsleistungen verlangen. Zunächst wird versucht werden eine außergerichtliche Einigung mit der finanzierenden Bank zu erzielen. Dies ist den KWAG Rechtsanwälten bereits in mehr als 30 Fällen gelungen.