CFB-Fonds 142 – Fortführung beschlossen – Bankeninteressen gesichert – Anleger trauern um ihr Geld – Verjährung zum Jahressende

Auf der außerordentlichen Gesellschafterversammlung des Fonds CFB 142 in Düsseldorf wurde ein Fortführungskonzept beschlossen, was noch in diesem Jahr umgesetzt werden wird.

Hiermit wurde die drohende Insolvenz des Fonds erst einmal abgewendet. Doch wem nützt das Ganze?

Die Fonds-Geschäftsführung wies eingangs der außerordentlichen Gesellschafterversammlung aufgrund der Vielzahl der auf eine Antwort drängenden Anleger darauf hin, dass Rückforderungen von Auszahlungen an die Gesellschafter beim CFB 142 auch im Insolvenzfalle ausgeschlossen seien. Es werde definitiv keine Rückforderung geben.

Mit der Zustimmung zu dem Fortführungs- und Sanierungskonzept des Fonds erhalten die Anleger für die restliche Fondslaufzeit sehr wahrscheinlich keine Ausschüttungen, werden aber – so die Fonds-Geschäftsführung – für den Zeitraum von 2012 bis 2022 möglicherweise mit Steuerforderungen konfrontiert werden. Im Klartext: Für rein buchhalterische, nicht aber im Portemonnaie des Einzelnen angelangte Ausschüttungen müssen die Anleger Steuern bezahlen; Steuern auf Summen, von denen sie keinen Cent sahen und auch keinen Cent sehen werden. Warum also das Ganze?

Warum – so viele der vor Ort anwesenden Anleger – wird der Fonds nicht in ein geordnetes Insolvenzverfahren überführt? Dann jedoch würden die finanzierenden Banken, allen voran die Helaba, größere Verluste hinnehmen müssen. Daher lautet der Auftrag der Banken an die Fonds-Geschäftsführung, hier ein auf dem Rücken der Anleger durchzuführendes Sanierungskonzept entgegen aller Widerstände durchzusetzen und so das Bankenkapital möglichst weitgehend zu sichern. Dass es im Fonds längst nicht mehr auf die Anlegerinteressen hier ankommt, sondern allein auf die Bankinteressen, konnten zumindest die vor Ort anwesenden Anleger klar und deutlich erkennen. Dennoch wurde das Fortführungs- und Sanierungskonzept zum Schutze der Banken mit großer Mehrheit angenommen. Grund hierfür waren vor allem die bereits zuvor der Fonds-Geschäftsführung erteilten Stimmen der einzelnen Gesellschafter sowie die im Gesellschaftsvertrag der Fonds-Geschäftsführung selbst zugeteilten je 100 (!) Stimmen.

Auch wenn sich die Fonds-Geschäftsführung zur Frage der Forderungsverjährung auf der außerordentlichen Gesellschafterversammlung ausdrücklich nicht positionieren wollte, so blieb eines für alle Anwesenden klar: Wer mit dem Fondsverlauf nicht zufrieden ist, vor dem 01.01.2002 gezeichnet hat und nicht weiter Steuern auf nicht erhaltene Ausschüttungen zahlen möchte, hat nur im Laufe dieses Kalenderjahres bis zum Ablauf des 31.12.2011 die Möglichkeit, seine Schadensersatzansprüche zumindest verjährungshemmend anhängig zu machen und diese im kommenden Jahr auch durchzusetzen, die Fonds-Beteiligung ohne steuerlichen Nachteile abzugeben und sein investiertes Kapital verzinst zurück zu erhalten.

Für viele der anwesenden Anleger war dies eine durchaus denkbare und sinnvolle Alternative.

Achtung: Für alle ab dem 01.01.2002 zeichnenden Anleger endet die 10-jährige Verjährungsfrist taggenau. 

Einen Dank an die in ihren Forderungen nachgebenden Commerzbank und Helaba wollte freilich niemand aussprechen. Denn Fragen nach dem Kenntnisstand u.a. vom Auszug der konzernverbundenen Hauptmieterin Eurohypo bei den Initiatoren des Fonds, vor allem aber bei der Commerzbank zum Zeitpunkt der damaligen Fondskonzeption wurden immer lauter und blieben unbeantwortet. Die Anleger fühlten sich – viele so wörtlich – hinters Licht geführt, ausgenommen.