Traditionsreederei funkt SOS - Rickmers-Anleihegläubiger müssen leiden

Der in Seenot geratene Schifffahrtskonzern stellt Pläne für eine Restrukturierung vor und will die Pleite verhindern. Firmenpatriarch Bertram Rickmers wird danach Macht verlieren – und Anleihegläubiger verlieren viel Geld, heißt es im Handelsblatt am 20. 4. 2017.

Die Handelsblatt-Redakteure Gertrud Hussla und Christoph Schlautmann schreiben unter anderem, laut einer Ad-hoc-Meldung sollten nun alle „relevanten Stakeholder“, zu denen neben Alleinaktionär Rickmers auch die Banken und Anleihegläubiger gehören, einen Beitrag leisten, um eine Sanierung des Konzern zu ermöglichen. Der Konzern habe neben den Anleiheschulden auch etwa 1,425 Milliarden Euro an Bankschulden in den Büchern stehen, heißt es im Handelblatt. Wolfgang Kubicki,  Vorsitzender der FDP-Fraktion im Landtag von Schleswig-Holstein und stellvertretender Bundesvorsitzender der Freien Demokraten forderte inzwischen, dass es keinen Verzicht der HSH Nordbank zu Lasten der Steuerzahler geben darf.

Laut Handelsblatt ist eine im Juni 2013 begebene Anleihe mit einem Kupon von 8,875 Prozent im Juni 2018 fällig. Ihr Kurs sinke seit fast zwei Jahren und bewege sich derzeit nur noch um acht Prozent ihres Nennwerts

Unternehmenschef Bertram Rickmers soll nun laut Sanierungsplan fast dreißig Millionen Euro neu in das Unternehmen stecken. Der bisherige Alleinaktionär soll eine Bareinlage von zehn Millionen Euro leisten. Auch soll er für eine „Werftenverbindlichkeit“ in Höhe von umgerechnet knapp zehn Millionen Euro gerade stehen. Weitere zehn Millionen Euro soll er als abrufbares Darlehen für künftigen Liquiditätsbedarf zur Verfügung stellen. Bereits 2016 hatte Rickmers 13 Millionen Euro als Bareinlage in das Unternehmen gesteckt.

Wie viel am Ende für die Anleihegläubiger übrig bleibt, ist bislang noch unklar. Experten äußerten gegenüber dem Handelsblatt, es sei zu hoffen, dass es bei den Sanierungsbeiträgen auf ein „ausgewogenes Verhältnis zwischen Banken und Anleihegläubigern.“ herausläuft. Anleihegläubiger sind bei Insolvenzen im Mittelstandssegment häufig fast leer ausgegangen

Den vollständigen Artikel aus dem Handedlsblatt vom 20. 4. 2017 finden Sie HIER oder als PDF-Download unter dem Link: http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/traditionsreederei-funkt-sos-rickmers-anleiheglaeubiger-muessen-leiden/v_detail_tab_print/19695028.html

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