Schiffsfonds MS "Santa P-Schiffe“ 2 bestehend aus - Kommanditgesellschaft Zweite MS „SANTA PAMINA“ Offen Reederei GmbH & Co., - Kommanditgesellschaft Zweite MS „SANTA PLACIDA“ Offen Reederei GmbH & Co., - Kommanditgesellschaft Zweite MS „SA

KWAG Rechtsanwälte reichen erste Prospekthaftungsklagen ein

Anleger bangen um Ihr Geld - Totalverlust absehbar – Schadensersatzansprüche sollten geprüft werden-Prospekthaftungsklage ist eingereicht

Desolate Wirtschaftslage

Als Zeichner der MS "Santa P-Schiffe" 2 des Emissionshauses MPC (Münchmeyer Petersen Capital) müssen Sie mit Sorge die wirtschaftliche Entwicklung dieses Fonds betrachten. Seit 2009 erhalten Sie aufgrund der Verletzung der sogenannten 105%-Klausel keine Ausschüttungen mehr und müssen mit dem Verlust Ihres Kapitals rechnen. Zwei der vier Einzelschiffsgesellschaften mussten bereits Insolvenz anmelden.

Panamax Schiffe bald nicht mehr wettbewerbsfähig

Der 2007 emittierte Schiffsfonds MS "Santa P-Schiffe 2 investierte in vier Vollcontainerschiffe mit einer Stellplatzkapazität von jeweils 5.047 TEU bzw. 5.015 TEU. Wegen der technischen und baulichen Spezifikation werden diese Schiffe als sogenannte Panamax-Schiffe klassifiziert, da sie aufgrund ihrer Abmessungen zum Zeitpunkt der Emission die größten Containerschiffe waren, die den Panamax-Kanal passieren konnten.

Für diese Schiffsklasse wird allerdings erwartet, dass sie langfristig in der Vercharterung gegenüber anderen Schiffsgrößen und auch gegenüber gleich großen Neubauten benachteiligt sein wird.

Bedingt durch die besonderen Schiffsmaße müssen Panamax-Schiffe stets eine große Menge an Ballastwasser mit sich führen. Dies hat im Vergleich zu Schiffen mit nicht für den Panamakanal optimierten Design vergleichsweise hohe Verbrauchswerte im Verhältnis zur Transportkapazität zur Folge. Aufgrund der in den letzten Jahren stark gestiegenen Treibstoffkosten ist der Betrieb dieser Schiffe für die Charterer vergleichsweise teuer geworden. Die Treibstoffkosten stellen für die Linienreedereien inzwischen die größte Kostenposition dar. Es ist infolgedessen zu erwarten, dass Panamax-Schiffe aufgrund des höheren Treibstoffverbrauchs sowohl kurz- als auch langfristig nur mit entsprechenden Abschlägen vercharterbar sind.

Genau dieses Schicksal ereilte nach Ablauf der Festcharterverträge auch die Fondsschiffe mit der Folge großer wirtschaftlicher Schwierigkeiten bis hin zur Insolvenz.

Keine Besserung in Sicht

Vor diesem Hintergrund ist auch für die Zukunft keine Besserung in Sicht. Erschwerend kommt hinzu, dass der bereits im Jahr der Emission 2007 begonnene Ausbau des Panamakanals 2015 abgeschlossen sein wird und dann die ersten Schiffe der Panamax-Klasse II mit einer Tragfähigkeit bis zu 14.000 TEU den Panamakanal durchfahren können und den Fondsschiffen aufgrund der nahezu dreifachen Ladekapazität wirtschaftlich „den Schneid abkaufen“ werden.

Schadensersatz prüfen - Prospekt fehlerhaft

Vor diesem Hintergrund sollten Sie als Anleger nicht ungeprüft lassen, ob Ihnen Schadensersatzansprüche gegen die Sie beratende Bank oder auch einem Finanzdienstleister zustehen. Darüber hinaus hat unsere Prospektprüfung ergeben, dass der Fondsprospekt an zahlreichen Unzulänglichkeiten und Irreführungen leidet. Hierfür haften u.a. auch die Gründungsgesellschafter der Fondsgesellschaft, die persönliches Vertrauen für sich in Anspruch nahmen.

In vielen Beratungsgesprächen keine Aussagen zu den zentralen Risiken der Anlage

Was die Beratungen, die zur Zeichnung führten anbelangt, zeigt unsere jahrelange Erfahrung, dass Vermittler und Bankberater oftmals selbst keine Ah­nung davon gehabt haben, um was für eine Kapitalanlage es sich genau handelt und welche Risiken mit dieser unternehmerischen Beteiligung verbunden sind.

Keine Aufklärung über Kick-Back Zahlungen

Totalverlustrisiken, mögliche Rückzahlungen von Auszahlungen, Währungsrisiken, sehr lange Laufzeiten und Beteiligungen an Betriebsfortführungskonzepten – all dies wurde bei der Anlageberatung mit Empfehlung zur Zeichnung oftmals pflichtwidrig nicht erwähnt. Ebenso hätte Sie die beratende Bank – soweit Sie von einer solchen beraten wurden – auf den Interessenskonflikt aus der Vereinnahmung sog. Rückvergütungen seitens der Fondsgesellschaft aufklären müssen, da sich solche Provisionszahlungen an die Bank nicht dem Emissionsprospekt entnehmen lassen.

Weichkosten über 15%-Auch freie Anlageberater hätten aufklären müssen

Da die Weichkosten des Fonds, sprich alle Kosten, die nicht direkt in die Schiffe fließen, zudem 25,83 % der Anlegergelder ausmachen, waren selbst Vermittler verpflichtet, hierüber aufzuklären.

Eine fehlerhafte Anlageberatung führt zu einem Rückabwicklungs- und Schadensersatzanspruch gegen den Vermittler oder die Beraterbank. Die Prospekthaftung ist daneben oder alternativ ebenfalls eine Option, sich schadlos zu halten.

Anleger sollten schnell handeln

Sie sollten daher umgehend prüfen lassen, ob und in welchem Umfang sie beim Schiffsfonds MS "Santa P-Schiffe“ 2 Schadenersatzansprüche durchsetzen können, um Vermögenseinbußen zu begrenzen oder zu vermeiden. Zögern Sie also nicht, sich entsprechenden Rechtsrat einzuholen.