News zu VIP Medienfonds

Anleger, die seinerzeit den von den Banken angebotenen Vergleich mit Kapitalerhaltungsgarantie annahmen, haben bei VIP 3 – soweit die Befreiung von der US-Quellensteuer beantragt wurde – Anfang 2012 eine Ausschüttung i.H.v. 85% der Zeichnungssumme erhalten. Bei VIP 4, der noch bis Ende 2014 läuft, soll nach Auskunft der Fondsgeschäftsführung Anfang 2015 vom Fonds ein Abschlag von rund 50% der Bareinlage erfolgen.

Aufgrund der Tatsache, dass sich die Anleger seinerzeit im schriftlichen Umlaufverfahren mit großer Mehrheit für die Durchführung eines finanzgerichtlichen Verfahrens gegen die Einspruchsentscheidungen des Finanzamtes München entschieden haben, ist leider noch nicht absehbar, wann die Endabrechnungen der Fonds – die ausweislich der jeweiligen Vergleiche Voraussetzung zur Errechnung der Differenzzahlungen der Banken bis zur Erreichung der vereinbarten Gesamtsumme ist, wird stattfinden können. Die Differenzzahlungen der Banken werden dann nach Endabrechnung des Fonds erfolgen, wofür zunächst das finanzgerichtliche Verfahren abgeschlossen sein muss, sei es durch Urteil, Vergleich oder gar Klagerücknahme bei fehlender Erfolgsaussicht.

Die Entwicklung dieser finanzgerichtlichen Verfahren lässt sich leider schlichtweg nicht abschätzen, so dass nicht vorhergesagt werden kann, wie die Verfahren ausgehen, wie lange sie noch dauern, ob es bei einer Instanz bleibt, oder ob gar zeitnah ein Vergleich zustande kommen kann. Faktisch liegt es aber allein in den Händen der Anleger, durch Mehrheitsentscheidung das Ende oder den Fortgang der Verfahren zu beschließen.

Neue Hoffnung macht insoweit eine positive Entscheidung zu einem Medienfonds von Hannover Leasing. Die Prozessbevollmächtigten der Fondsgesellschaften im finanzgerichtlichen Verfahren, sehen die Rechtsauffassungen der Fonds durch das Urteil bestätigt. Ob dies das erkennende Finanzgericht so sieht, wird abzuwarten sein.