Medienfonds „Magical Productions GmbH & CO. KG“ (Rush Hour 2 / Hannover Leasing Nr. 142)

Rund 14.000 Euro Schadenersatz für Anleger aus Königstein. KWAG-Rechtsanwälte: Falsche Angaben im Verkaufsprospekt.

(Bremen, 11. November 2013) Unter dem Aktenzeichen 35 O 22904/12 hat das Landgericht (LG) München die Hannover Leasing GmbH & Co. KG zu rund 14.000 Euro Schadenersatz verurteilt. Die Fondsinitiatorin hatte ausweislich des Urteils falsche Angaben über so genannte wertbildende Faktoren im Verkaufsprospekt des Medienfonds „Magical Productions GmbH & CO. KG“, bekannt auch unter den Bezeichnungen „Rush Hour 2“ bzw. „Hannover Leasing Nr. 142“, gemacht. Vertreten wurde der in Königstein beheimatete Fondsanleger durch die KWAG Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht in Bremen.

Die Medienfonds-Beteiligung „Magical Productions GmbH & CO. KG“ war Gegenstand steuerstrafrechtlicher Ermittlungen. „Nachdem die Finanzverwaltung Grundlagenbescheide auf der Ebene der Fondsgesellschaft geändert hatte, wurden den Anlegern anfängliche steuerliche Verlustzuweisungen aberkannt“, erklärt Jens-Peter Gieschen, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht sowie KWAG-Partner. Gegen die Änderungsbescheide seien Rechtsmittel eingelegt worden, eine finanzgerichtliche Entscheidung stehe aber noch aus.

Im Laufe des Verfahrens vor dem Landgericht München legte das KWAG-Team den Bericht der Steuerfahndung vor. „Dieser kommt zu dem Ergebnis, dass der Medienfonds ‚Magical Productions GmbH & CO. KG‘ zu keinem Zeitpunkt über die Filmrechte verfügte. Deshalb mangelte es nach Meinung der Finanzverwaltung von Anfang an an der so genannten Herstellereigenschaft des Fonds. Obwohl dieser Umstand nach Feststellung des Gerichts der Initiatorin bekannt war, gab es im Verkaufsprospekt der Medienfondsbeteiligung dazu keine Angaben dahingendend, dass es an der Herstellereigenschaft aller Wahrscheinlichkeit nach fehlen könnte“, erklärt Fachanwalt Gieschen.