Medienfonds „Magical Productions GmbH & Co. KG“ (Hannover Leasing Nr. 142)

Landgericht Verden verurteilt Sparkasse Nienburg zu 25.000 Euro

Schadenersatz. KWAG Rechtsanwälte: fehlerhafte Anlageberatung

(Bremen, 29. Mai 2013) Wegen fehlerhafter Anlageberatung hat das Landgericht (LG) Verden die Sparkasse Nienburg zu Schadenersatz in Höhe von rund 25.000 Euro verurteilt. Im vorliegenden Fall ging es um die Vermittlung von Anteilen am Medienfonds „Magical Productions GmbH & Co. KG“, auch bekannt unter der Bezeichnung „Hannover Leasing Nr. 142“ (Urteil vom 16. Mai 2013, Az.: 4 O 398/11).

„Erneut wurde eine Sparkasse wegen fehlerhafter Anlageberatung zu Schadenersatz verurteilt“, sagt Jens-Peter Gieschen, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Partner der auf die Interessenvertretung von Investoren spezialisierten KWAG Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht. Bei der Vermittlung eines Anteils am geschlossenen Medienfonds „Magical Productions GmbH & Co. KG“ (Hannover Leasing Nr. 142) habe der Anlageberater der Sparkasse Nienburg seinem Kunden, dem späteren Kläger, den Erhalt einer Rückvergütung, des so genannten Kick-backs, verschwiegen. Nach gängiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) ist dies ein Beratungsfehler, der in der Regel zum Schadenersatz für den Anleger führt.

Nach der Entscheidung des Landgerichts Verden muss die Sparkasse Nienburg ihrem früheren Kunden Schadenersatz zahlen. „Zum Einen erhält der Kläger das seinerzeit investierte Kapital in Höhe von 25.000 Euro von der Sparkasse Nienburg zurück“, erklärt Fachanwalt Gieschen. Zum Ausgleich bekommt die Sparkasse Nienburg den mittlerweile wertlosen Anteil am Medienfonds „Magical Productions GmbH & Co. KG“. Überdies sprach das Landgericht Verden dem Kläger einen seit dem Zeitpunkt der Beteiligung entgangenen Zinsgewinn in Höhe von zwei Prozent auf seinen damaligen Kapitaleinsatz zu. Somit „summiert sich der Schadenersatz, den die Sparkasse Nienburg ihrem Kunden leisten muss, auf mehr als 25.000 Euro“, rechnet Jens-Peter Gieschen vor.

Schließlich muss die Sparkasse Nienburg den Anleger von sämtlichen steuerlichen und wirtschaftlichen Schäden freistellen, die er im Rahmen seiner Beteiligung am Medienfonds „Magical Productions GmbH & Co. KG“ erlitten hatte. Dazu zählt insbesondere, dass ihm keine finanziellen Verpflichtungen aus der Fremdfinanzierung, die zur steuerlichen Optimierung von Medienfonds-Beteiligungen praktisch obligatorisch war, entstehen. „Positiv für den Anleger ist auch, dass seine früheren Steuervorteile laut dem Urteil des Landgerichts Verden nicht bei der Bemessung des Schadenersatzes berücksichtigt werden“, fügt KWAG Partner Jens-Peter Gieschen hinzu.

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