Fondsinitiator „Hannover Leasing“ unterliegt viermal vor dem Landgericht München.

Investoren erhalten Schadensersatz von insgesamt knapp 1,6 Millionen Euro. KWAG Rechtsanwälte: Prospekthaftung beim Medienfonds „Magical Productions GmbH & Co. KG“ (Rush Hour 2)

(Bremen, 20. Februar 2014) In vier fast gleichlautenden Urteilen vom 3.2.2014 hat das Landgericht (LG) München (Az. u.a. 35 O 16614/13) die Fondsgesellschaft Hannover Leasing GmbH & Co KG mit Sitz in Pullach wegen Prospekthaftungsansprüchen im Zusammenhang mit dem Medienfonds „Magical Productions GmbH & Co. KG“ (Rush Hour 2) zu Schadensersatzzahlungen von insgesamt knapp 1,6 Millionen Euro an geschädigte Anleger verurteilt. Erstritten wurden die Entscheidungen von der auf die Interessenvertretung von Investoren spezialisierte KWAG Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht in Bremen.

Das Gericht folgte in allen Fällen der Argumentation der Klägeranwälte KWAG und hat sowohl die Prospektverantwortlichkeit von Hannover Leasing bejaht als auch einen schwerwiegenden Prospektfehler attestiert. KWAG-Partner und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Jens-Peter Gieschen: „Diese Urteile haben Signalwirkung für alle Anleger dieses Medienfonds.“ Das Landgericht habe in einer 14-seitigen Urteilsbegründung sehr detailliert die Verantwortlichkeit von Hannover Leasing herausgearbeitet. „Außerdem stellte das Gericht fest, dass aufgrund der den Finanzbehörden und den Anlegern verschwiegenen tatsächlichen Finanzierungsstruktur für diesen Film ein eklatanter Prospektfehler gegeben ist“, fügt Gieschen hinzu. Das Gericht führt wörtlich aus: „Den Entlastungsbeweis vermochte sie (die Fondsgesellschaft) nicht zu führen.“ Hannover Leasing muss nach diesen Urteilen jedem Anleger auch die bereits entstandenen und zukünftig entstehenden Steuerschäden ersetzen.

KWAG-Partner Gieschen: „Dieser Fonds unterscheidet sich wegen seiner besonderen Finanzierungsstruktur von allen anderen HL-Medienfonds. Es steht daher auch nicht zu erwarten, dass die Steuerbehörden diese Konstruktion nachträglich wieder anerkennen. Für Anleger dieses Fonds sind Schadensersatzprozesse der einzige Weg, um wieder an ihr Geld zu kommen.“