Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VII

Lebensversicherungsfonds mit großen finanziellen Problemen

Investoren müssen mit hohen Verlusten rechnen

 

Die Investoren im Lebensversicherungsfonds Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VII  müssen sich auf erhebliche Vermögenseinbußen gefasst machen. Nach Erkenntnissen der auf Investorenschutz spezialisierten KWAG Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht droht den Anlegern des Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VII  ein Verlust von mehr als 100 Prozent des investierten Kapitals.

Der Lebensversicherungsfonds Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VII  hat ein Volumen von 31 Millionen Euro. Davon haben Anleger rund 15 Millionen Euro als Eigenkapital eingebracht, der Rest wurde finanziert. Der Fonds wurde im Jahr 2007 aufgelegt und im Jahr 2008 platziert. Investoren konnten sich am Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VII mit mindestens 10.000 Euro plus 5,00 Prozent Ausgabeaufschlag beteiligen. Die Auflösung des Fonds ist laut Verkaufsprospekt für das Jahr 2021 vorgesehen.

Der Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VII  ist auf britische Policen ausgerichtet. „Die Anleger stehen vor einem Trümmerhaufen“, glaubt Jens-Peter Gieschen, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht sowie KWAG-Partner. Denn „bis heute hätten sie 29,9 Prozent des Kommanditkapitals als Ausschüttungen erhalten sollen. Tatsächlich bekommen haben sie jedoch nur 0 Prozent“, so Gieschen.

Konkret bedeutet dies: Ausschüttungen gab es nur in den Jahren keine. In den Jahren 2009-2012 erhielten die Fondsinvestoren keine Ausschüttungen. „Wir befürchten, dass Anleger auch weiterhin leer ausgehen werden“, sagt Fachanwalt Gieschen. Überdies steige von Monat zu Monat das Risiko, dass Investoren ihren Kapitaleinsatz größtenteils oder sogar vollständig verlieren.

Fachanwalt und KWAG-Partner Jens-Peter Gieschen warnt Investoren im Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VII  eindringlich davor, etwaigen Sanierungskonzepten kritik- und bedenkenlos zuzustimmen. „Insbesondere falls eine Kapitalerhöhung vorgeschlagen und durchgesetzt werden soll, sodass Anleger schlechtem Geld gutes hinterherwerfen.“ Noch gebe es gute Alternativen, die es allen Anlegern ermöglichten, ohne nennenswerte Verluste aus diesem Fonds auszusteigen.

„In jedem Fall sollte sorgfältig geprüft werden, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass durch ein Sanierungskonzept die Probleme dauerhaft gelöst werden können“, betont Gieschen. Erfolg versprechender sei hingegen häufiger, Schadenersatzansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung oder mangelnder Prospektgestaltung geltend zu machen und dann auch vor Gericht durchzusetzen.