HPC US Life 2

Lebensversicherungsfonds mit großen finanziellen Problemen

Investoren müssen mit hohen Verlusten rechnen

 

Die Investoren im Lebensversicherungsfonds HPC US Life 2 müssen sich auf erhebliche Vermögenseinbußen gefasst machen. Nach Erkenntnissen der auf Investorenschutz spezialisierten KWAG Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht droht den Anlegern des HPC US Life 2 ein Verlust von mehr als 194 Prozent des investierten Kapitals.

Der Lebensversicherungsfonds HPC US Life 2 hat ein Volumen von 26,3 Millionen Euro. Davon haben Anleger rund 25 Millionen Euro als Eigenkapital eingebracht, Der Fonds wurde im Jahr 2004 aufgelegt und im Jahr 2005 platziert. Investoren konnten sich am HPC US Life 2 mit mindestens 20.000 USD  plus 5,00 Prozent Ausgabeaufschlag beteiligen. Die Auflösung des Fonds ist laut Verkaufsprospekt für das Jahr 2014 vorgesehen.

Der HPC US Life 2 ist auf amerikanische Policen ausgerichtet. „Die Anleger stehen vor einem Trümmerhaufen“, glaubt Jens-Peter Gieschen, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht sowie KWAG-Partner. Denn „bis heute hätten sie 66,85 Prozent des Kommanditkapitals als Ausschüttungen erhalten sollen. Tatsächlich bekommen haben sie jedoch nur 0 Prozent“, so Gieschen.

Konkret bedeutet dies: Ausschüttungen gab es in den Jahren keine. „Wir befürchten einerseits, dass Anleger auch weiterhin leer ausgehen werden“, sagt Fachanwalt Gieschen. Überdies steige von Monat zu Monat das Risiko, dass Investoren ihren Kapitaleinsatz größtenteils oder sogar vollständig verlieren.

Fachanwalt und KWAG-Partner Jens-Peter Gieschen warnt Investoren im HPC US Life 2 eindringlich davor, etwaigen Sanierungskonzepten kritik- und bedenkenlos zuzustimmen. „Insbesondere falls eine Kapitalerhöhung vorgeschlagen und durchgesetzt werden soll, sodass Anleger schlechtem Geld gutes hinterherwerfen.“ Noch gebe es gute Alternativen, die es allen Anlegern ermöglichten, ohne nennenswerte Verluste aus diesem Fonds auszusteigen.

„In jedem Fall sollte sorgfältig geprüft werden, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass durch ein Sanierungskonzept die Probleme dauerhaft gelöst werden können“, betont Gieschen. Erfolg versprechender sei hingegen häufiger, Schadenersatzansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung oder mangelnder Prospektgestaltung geltend zu machen und dann auch vor Gericht durchzusetzen.