Dr. Peters DS Rendite Fonds Life Value 101

Lebensversicherungsfonds mit großen finanziellen Problemen

Investoren müssen mit hohen Verlusten rechnen

 

Die Investoren im Lebensversicherungsfonds Dr. Peters DS Rendite Fonds Life Value 101 müssen sich auf erhebliche Vermögenseinbußen gefasst machen. Nach Erkenntnissen der auf Investorenschutz spezialisierten KWAG Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht droht den Anlegern des Dr. Peters DS Rendite Fonds Life Value 101 ein Verlust von mehr als 112,4 Prozent des investierten Kapitals.

Der Lebensversicherungsfonds Dr. Peters DS Rendite Fonds Life Value 101 hat ein Volumen von 81,2 Millionen Euro. Davon haben Anleger rund 48,7 Millionen Euro als Eigenkapital eingebracht, der Rest wurde finanziert. Der Fonds wurde im Jahr 2003 aufgelegt und im Jahr 2003 platziert. Investoren konnten sich am Dr. Peters DS Rendite Fonds Life Value 101 mit mindestens 20.000 USD plus 5,00 Prozent Ausgabeaufschlag beteiligen. Die Auflösung des Fonds ist laut Verkaufsprospekt für das Jahr 2015 vorgesehen.

Der Dr. Peters DS Rendite Fonds Life Value 101 ist auf amerikanische Policen ausgerichtet. „Die Anleger stehen vor einem Trümmerhaufen“, glaubt Jens-Peter Gieschen, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht sowie KWAG-Partner. Denn „bis heute hätten sie 124,96 Prozent des Kommanditkapitals als Ausschüttungen erhalten sollen. Tatsächlich bekommen haben sie jedoch nur 12,48 Prozent“, so Gieschen.

Konkret bedeutet dies: Ausschüttungen gab es nur in den Jahren 2005,2007-2008. In den Jahren 2006, 2009-2012 erhielten die Fondsinvestoren keine Ausschüttungen. „Wir befürchten, dass Anleger auch weiterhin leer ausgehen werden“, sagt Fachanwalt Gieschen. Überdies steige von Monat zu Monat das Risiko, dass Investoren ihren Kapitaleinsatz größtenteils oder sogar vollständig verlieren.

Fachanwalt und KWAG-Partner Jens-Peter Gieschen warnt Investoren im Dr. Peters DS Rendite Fonds Life Value 101 eindringlich davor, etwaigen Sanierungskonzepten kritik- und bedenkenlos zuzustimmen. „Insbesondere falls eine Kapitalerhöhung vorgeschlagen und durchgesetzt werden soll, sodass Anleger schlechtem Geld gutes hinterherwerfen.“ Noch gebe es gute Alternativen, die es allen Anlegern ermöglichten, ohne nennenswerte Verluste aus diesem Fonds auszusteigen.

„In jedem Fall sollte sorgfältig geprüft werden, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass durch ein Sanierungskonzept die Probleme dauerhaft gelöst werden können“, betont Gieschen. Erfolg versprechender sei hingegen häufiger, Schadenersatzansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung oder mangelnder Prospektgestaltung geltend zu machen und dann auch vor Gericht durchzusetzen.