MPC Sachwert Rendite-Fonds Holland 47. Den Anlegern droht der Totalverlust.

Totalverlust droht

Den Anlegern des geschlossenen Immobilienfonds „Siebenundvierzigste Sachwert Rendite-Fonds Holland GmbH & Co. KG“ (kurz: MPC Sachwert Rendite-Fonds Holland 47) droht mit der Insolvenz der Fondsgesellschaft der Totalverlust ihrer Investition. Das befürchtet die auf die Interessenvertretung von Investoren spezialisierte KWAG Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht in Bremen.

Hohe Leerstände verursachen Verluste

Der im Jahr 2003 aufgelegt Fonds hat in zwei Immobilien in Amsterdam und Amstelveen investiert. Beide Objekte waren bis zum 31.5.2013 respektive 31.7.2013 voll vermietet. „Der Fondsgesellschaft ist es zwar gelungen, für einen Teil der Flächen Anschlussmietverträge zu schließen, jedoch stehen immer noch große Flächen leer“, erklärt Jan-Henning Ahrens, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht sowie KWAG-Partner. Derzeit beträgt der Leerstand in Amstelveen mindestens 7 Prozent der Gesamtfläche. In Amsterdam stehen sogar mindestens 53 Prozent der Gesamtfläche leer.

Zins und Tilgung können nicht vollständig geleistet werden

„Es ist davon auszugehen, dass die Mieteinnahmen nicht ausreichen, um Zins und Tilgung auf die Immobiliendarlehen zu leisten. Wobei derzeit völlig unklar ist, ob überhaupt noch eine Finanzierung vorliegt oder ob die Landesbank Hessen-Thüringen, die Helaba, als finanzierende Bank das am 31. August 2013 ausgelaufene Hypothekendarlehen nicht bereits fällig gestellt hat“, sagt Ahrens. Nach dem letzten Verhandlungsstand, den die Fondsgesellschaft im Dezember 2012 mit ihrem Geschäftsbericht mitgeteilt hat, war die Helaba nur unter erheblichen Zugeständnissen der Anleger bereit, den Darlehensvertrag zu verlängern. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass ein Wertgutachten aus dem Jahr 2012 belegt, dass die ehemals für 86.840.000 Euro erworbenen Objekte 2012 noch einen Wert von nur noch 48.100.000 Euro im vermieteten Zustand aufwiesen. Zu diesem Zeitpunkt betrug das Hypothekendarlehen noch auf 48.349.911 Euro.

„Sollte es der Geschäftsführung der Fondsgesellschaft nicht gelungen sein, eine Anschlussfinanzierung abzuschließen, droht unweigerlich die Insolvenz des Fonds“, befürchtet Fachanwalt Ahrens. Die Zahlen belegten, dass der Substanzwert der Immobilien nicht ausreiche, um die Darlehensverbindlichkeiten zu decken.

Rückzahlung gewinnunabhängiger Ausschüttungen droht

Nachdem die Anleger bereits in den Jahren 2010 bis 2012 auf die prognostizierten Ausschüttungen verzichten mussten, droht ihnen nunmehr neben der Rückzahlung der bislang erhaltenen Ausschüttungen in Höhe von 54,5 Prozent der Beteiligungssumme auch der Totalverlust der Kapitalanlage.