Japan Immobilienfonds schwer angeschlagen – Vorschieben einer Krise?

Die furchtbaren Ereignisse in Japan stürzen das Land in eine Krise, auch in eine wirtschaftliche Krise. Die Folgewirkungen für die globale Wirtschaft sind schon jetzt sichtbar. Auch der Immobiliensektor ist betroffen.

So setzt zum Beispiel MPC Capital den Vertrieb des Immobilienfonds MPC Japan aus. Auch die Fondsgesellschaft Union Investment Real Estate hat den offenen Immobilienfonds Uniimmo Global geschlossen. Das bedeutet, dass Anleger ihre Anteile zunächst nicht mehr zurückgeben können.

Schnell stellt sich die Frage, wie stark die Immobilien der Fonds durch die Naturkatastrophe in Mitleidenschaft gezogen wurden. Steht überhaupt noch ein Gebäude? Voraussichtlich ja, denn keines der Objekte liegt in unmittelbarer Nähe der Katastrophenregionen.

Hat die Aussetzung der Anteilsrücknahme tatsächlich einen unmittelbaren Bezug zur Naturkatastrophe? Wohl kaum, denn Union Investment Real Estate hatte erst vor wenigen Wochen die Gebäude in Tokio neu bewerten lassen – mit Wertabstufungen von bis zu 25 Prozent.

Es bleibt abzuwarten, ob andere Fonds, mit Investitionssektor Japan, auf die Krise reagieren werden. Im besonderen Focus stehen dabei Hausinvest, SEB ImmoInvest, Morgan Stanley P2 Value, TMW Immobilien Weltfonds P und Deka-Immobilien Global, welche japanische Immobilien im Portfolio haben.