Akzenta: Krise weitet sich aus

Vertrieb des DUBAI OPPORTUNITY FUND GMBH & CO. KG eingestellt

Viele Anleger gehören den Zeugen Jehovas an

 

Bremen, 21. Juni 2006. Aufgrund der "andauernden Ermittlungen gegen den Vorstand der Akzenta AG" wurde nach Mitteilung der Initiatorin des Fonds, der Investcon GmbH, der Vertrieb des Dubai Opportunity Fonds eingestellt. Die Akzenta AG aus Neubeuern hatte sich im Emissionsprospekt nicht nur verpflichtet, eine Platzierungsgarantie von 10 Millionen Euro in Form einer Bürgschaft zu übernehmen. Darüber hinaus ist sie Gesellschafterin der Investcon GmbH mit einem 50 %-Anteil eine Partner Beteiligungsgesellschaft mbH, die wiederum eine 100%ige Tochter der Akzenta AG ist.
Jetzt soll ein ähnlicher Fonds über andere Partner weitervertrieben werden. KTAG-Rechtsanwälte aus Bremen und Berlin warnen dringend vor derartigen Beteiligungen. Rechtsanwalt Jan-Henning Ahrens: "Ungeachtet der Vorgänge um die Akzenta AG handelt es sich um einen als sogenannten Blind-Pool konzipierten Immobilienfonds, bei dem bei Beitritt noch keine Immobilien im Portfolio gehalten werden. Diese würden erst angeschafft, wenn das nötige Kapital zusammen ist. Derartige Fonds weisen allgemein aufgrund deren Intransparenz eine erhöhte Gefährlichkeit auf."
Dringender Handlungsbedarf besteht nach Ansicht der KTAG-Rechtsanwälte jetzt bei Anlegern, die den Fonds bereits gezeichnet haben. Da nach dem Emissionsplan das operative Geschäft frühestens Mitte 2006 beginnen sollte, bestehe Hoffnung, dass eventuell eingezahlten Gelder noch nicht verbraucht sind. Rechtsanwalt Ahrens: "Nach unserer Bewertung berechtigen die Vorgänge um die Akzenta AG als Platzierungsgaranten etwaige Anleger des Fonds zur sofortigen Kündigung und Rückforderung ihrer Einlagen."
Die Kanzlei vertritt mittlerweile mehr als 20 Kunden in Sachen Akzenta AG. Auffällig sei, dass ein relativ hoher Anteil der Mandanten der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas angehört.
Jan-Henning Ahrens: "Angesichts unserer Mandantenstruktur befürchten wir, dass gerade Mitglieder dieser Glaubensgemeinschaft bevorzugt beworben wurden." Die versprochenen Renditen des als "Umsatzbeteiligung" bezeichneten Anlagemodells der Akzenta AG bewertet er als wenig realistisch. Da diesen Mandanten die Vorstellung, dass von Vertrauenspersonen mit falschen Versprechungen windige Geldanlagen angedient werden, besonders fremd ist, seien sie für Initiatoren von so genannten "Schneeballsystemen" eine lukrative Kundengruppe.