Der Singapur-Airlines-Schock

Wie das Fondshaus Dr. Peters einen A380 notlandet und trotzdem prächtig daran verdient, beschreibt Autor Sven Clausen im Manager Magazin am 5. 10. 2017.

Als monatliche Kosten für die geparkten Flugzeuge würden 94.000 US-Dollar anfallen, neben den Parkgebühren müssen schließlich auch noch Versicherung und Wartung bezahlt werden. Ab Februar 2018 will Rolls Royce vier Triebwerke leasen - monatliche Einnahmen: 480 000 US-Dollar.

Das Problem ist nur: Die Einnahmen liegen nicht nur deutlich unter den 1,7 Mio. Dollar, die Singapore Airlines bislang für den ganzen Koloss pro Monat ausgibt. Die monatlichen Kosten des Fonds übersteigen laut Manager Magazin die Einnahmen aus dem Triebwerke-Leasing fast um das Doppelte. 890.000 US-Dollar müsse der Fonds monatlich einnehmen, um alle finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen - etwa gegenüber den Banken wie NordLB und Commerzbank (Zins und Tilgung) und Dr. Peters (Geschäftsbesorgungs-Honorar) selbst.

Ausschüttungen an die Anleger sind dabei jetzt schon gar nicht mehr drin.

Den Anlegern wurde ein "Ausweg" präsentiert: Die Banken will die Fondsgesellschaft nicht "anfassen", das eigene Geschäftsbesorgungs-Honorar eigentlich auch nicht richtig, aber die Auszahlung an die Anleger müsse leider von 7,5 Prozent auf 0 sinken und auch das Liquiditätspolster werde man jetzt nutzen müssen.

Wenn Sie in den betroffenen Flugzeugfonds engagiert sind, sollten Sie umgehend Kontakt mit uns aufnehmen.

Unser Rat: Als Anleger sollten Sie unbedingt sicherstellen, dass etwaige Ansprüche nicht verjähren! Lassen Sie sich nicht von der Fondsgesellschaft "einlullen". Wenn die aktuellen Liquiditätsengpässe nicht behoben werden, hat das nicht nur erhebliche Konsequenzen auf die Ergebnisausschüttung, auch Ihr Kapital kann teilweise verloren gehen. Es gilt jetzt Ansprüche zu sichern, um später nicht leer auszugehen!

Dazu muss entweder die Fonds-Emittentin einen Verjährungsverzicht erklären oder Sie können als Anleger alternativ einen Güteantrag stellen, der die Verjährung ebenfalls hemmt.

Achtung: Wenn Sie als Anleger jetzt nichts unternehmen, verlieren Sie sämtliche Ansprüche!

Den zitierten Artikel aus dem Manager Magazin finden Sie  HIER.