Windkraft: Der steile Absturz einer Boombranche

Die Gewinne der Konzerne Vestas, Siemens, Gamesa und Nordex erodieren, schreibt das Handelblatt am 29. 11. 2017. Tausende Stellen stünden bei den Hersteller auf der Kippe. Schlimmer noch, meint Handesblatt-Autor Franz Hubik: Die Investoren suchen das Weite. Das kann auch die Anleger von Windkraftfonds betreffen.

Grund für die Turbulenzen: Von Indien bis in die Vereinigten Staaten werden weltweit die Subventionen für Windenergie gekappt. Statt gesetzlich garantierter Fördergelder müssen sich die Konzerne im Wettbewerb untereinander um die Höhe der Vergütungen streiten, heißt es im Handelsblatt. In diesem Auktionssystem bekomme derjenige den Zuschlag, der den geringsten Preis für den Bau eines Windparks bietet. Als Folge nennt der Autor: Die Vergütungen stürzen ins Bodenlose.

Allein in Deutschland  seien die Vergütungen auf durchschnittlich 3,8 Cent pro erzeugte Kilowattstunde abgestürzt. Das sei ein Rückgang der Subventionshöhe um 50 Prozent binnen eines Jahres, heißt es im Handelsblatt.

Was positiv für Verbraucher ist, würde die Ökostromindustrie entsetzen. Denn in der Branche werde damit kalkuliert, dass die meisten Projektentwickler zu Preisen von weniger als 4,5 Cent gar nicht mehr in der Lage sind, Windparks ohne Verluste zu bauen.

"Das Problem ist, dass die Preise so schnell einbrechen, dass der technologische Fortschritt nicht mehr Schritt halten kann", zitiert die Zeitung Arash Roshan Zamir, Analyst bei Warburg Research. Ein Blick in die Bilanzen der weltgrößten börsennotierten Windkraftkonzerne zeige die Folgen. Von Anfang Januar bis Ende September habe sich bei Vestas aus Dänemark und den drei deutschen Anbietern Siemens Gamesa, Nordex und Senvion der operative Gewinn zusammengerechnet halbiert, schreibt das Handelsblatt.

Das kann auch verheerende Folgen für die beliebten Windkraftfonds zeitigen. Wenn Sie in Erneuerbare Energien investiert haben, sollten Sie umgehend Ihre Beteiligungen prüfen. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

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