Schiffsfonds taugen nicht zur Altervorsorge

Unternehmerische Beteiligungen wurden -leider- häufig mit dem gegenteiligen Argument unter die Leute gebracht

Wie man heute in der Presse lesen konnte, hat ein weiteres Landgericht -richtigerweise- in seinem Urteil festgestellt, dass die Beteiligung an einem geschlossenen Schiffsfonds nicht zur Altervorsorge taugt. Diese Aussage kann man gar nicht oft genug unterstreichen und wiederholen. Bereits seit Jahren stellen wir fest, dass in großem Stil unternehmerische Beteiligungen, nämlich geschlossene Fonds, an eine Klientel "verkauft" wurde, die nicht renditeorientiert investieren wollte, sondern deren oberstes Ziel die sichere Investition in die Zukunft war. Trotzdem wurden ihnen unternehmerische Beteiligungen "angedreht". Dies stellt eine grobe Pflichtverletzung bei der Beratung dar und begründet in vielen Fällen einen Schadensersatzanspruch. Wer als Anleger Anteile an geschlossenen Schiffs-Immobilien oder sonstigen geschlossenen Fonds hält, obwohl er oder sie sicher investieren wollte, sollte sich zur Wehr setzen. Wir empfehlen allen Anlegern, die den Eindruck haben, dass sie ungewollt Gesellschafter eines geschlossenen Fonds geworden sind, zu prüfen, ob das Motiv der Altervorsorge oder ähnliche existentielle Überlegungen bei der Kapitalanlage eine Rolle gespielt haben. Ist dies auch noch beweisbar, bestehen gute Chancen, das eingesetzte Kapital zurückzuholen.