KWAG-Anwälte erklären Widerruf des Finanzierungsvertrags und erstreiten erfolgreiches Urteil vor dem OLG Celle gegen die Bank auf Rückabwicklung der Beteiligung ihres Mandanten an dem Film- und Medienfonds Montranus I und Zahlung von über 34.000 €

Der Mandant der Kanzlei KWAG Rechtsanwälte beteiligte sich im Jahre 2003 mit einem Betrag von 300.000 € an dem Film- und Medienfonds Montranus I. Seine Einlage als Eigenkapital betrug 168.000 € und eine weiterer Betrag von 132.000 € wurde durch eine obligatorische Finanzierung in Form einer Inhaberschuldverschreibung finanziert. Das Kapital sollte der Realisierung verschiedener Filmproduktionen dienen.

Nach Prüfung und Feststellung der Fehlerhaftigkeit der Widerrufserklärungen in den Finanzierungsunterlagen,  erklärten die KWAG-Rechtsanwälte den Widerruf  der Anteilsfinanzierung in Höhe von 132.000 €. Den Widerruf akzeptierte die Helaba Dublin Landesbank Hessen –Thüringen International nicht, so dass die KWAG-Rechtsanwälte Klage erhoben vor dem Landgericht Hannover auf Rückabwicklung  der Fondsbeteiligung und insbesondere auf  Rückzahlung des Eigenkapitals des Mandanten  abzüglich erhaltener Ausschüttungen.

Das Landgericht Hannover hatte die Klage noch insgesamt abgewiesen mit der Begründung,  die Widerrufsbegründung sei zwar fehlerhaft gewesen, sie hätte aber nicht mehr wirksam widerrufen werden können, da das Widerrufrecht verwirkt gewesen sei. Dies deshalb weil der Widerruf  mehr als 8 Jahre nach Erhalt der Widerrufsbelehrung  erfolgt sei und dass zwei Jahre vor der Erklärung des Widerrufes schon alle beiderseitigen Vertragspflichten erfüllt gewesen seien.

Das mit der Berufung angerufene OLG Celle sah dies anders und hielt den erklärten Widerruf für nicht verwirkt und verurteilte die Helaba durch Anerkenntnisurteil zur Zahlung eines Betrags in Höhe von 34.566,28  € nebst Zinsen; Zug um Zug gegen Übertragung aller Rechte aus der Anteilsbeteiligung. Darüber hinaus behält der Mandant die bereits erhaltenen Ausschüttungen in Höhe von rd. 180.000 € und muss der Bank auch ihm verbleibende, zukünftige Steuervorteile nicht herausgeben. Die Revision zum Bundesgerichtshof ließ das OLG Celle nicht zu. Das Urteil des OLG Celle v. 4.2.2015 (3 U 72/14) ist  rechtskräftig.

Das Urteil ist umso erfreulicher, da nach dem OLG Celle  der Widerruf des Darlehensvertrags im vorliegenden Fall selbst noch nach 8 Jahren und trotz der Kredittilgung möglich ist. Folge: Selbst heute noch kann der Mandant jenen Schaden gegen die fremdfinanzierende Bank geltend machen, der ihm durch die Fondsbeteiligung an sich entstanden ist.

Nach KWAG-Erkenntnissen haben gut 8.000 Anleger in die drei Montranus-Beteiligungen I, II und III ein Eigenkapital von etwas mehr als 700 Millionen Euro investiert. Nach dieser Entscheidung des OLG Celle sowie der Urteile des OLG Dresden und des LG Oldenburg – die alle von den KWAG-Rechtsanwälten erstritten wurden -  haben nunmehr sämtliche Investoren gute Chancen, die bei den Medienfonds-Beteiligungen entstandenen finanziellen Schäden zu kompensieren.

Anders als direkte Schadenersatzansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung oder fehlerhafter Prospektgestaltung, die spätestens nach zehn Jahren verjähren, lassen sich mit dem sogenannten Widerrufshebel finanzielle Forderungen von Anlegern auch noch danach durchsetzen. Die von der KWAG-Kanzlei erfolgreich erstrittenen Urteile des OLG Celle, des OLG Dresden sowie des LG Oldenburg sind weitere Meilensteine für einen erfolgreichen Darlehenswiderruf im Zusammenhang mit einer Beteiligung bei den drei Montranus-Beteiligungen I, II und III - aber auch bei anderen Fonds - und damit zu einer erfolgreichen Schadensbegrenzung für unsere Mandanten.

 

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