Zwei Klagen gegen Fahrzeug-Stilllegung

Abgas-Affäre:Volkswagen hat das Update für den 1,2-Liter-Motor gestoppt. Deshalb verlängert sich die Verjährungsfrist für Klagen, berichtet am 21. 1. 2018 die Oldenburger Nordwest Zeitung mit Bezug auf eine KWAG-Pressemitteilung.

Allein der Stadt Oldenburg sind bislang 114 Fahrzeuge mit manipulierten Dieselmotoren gemeldet worden, bei denen das erforderliche Software-Update nicht vorgenommen wurde, schreibt der NWZ-Autor Hans Begerow. „In 98 Fällen wurden die Halter durch die Zulassungsbehörde aufgefordert, das Software-Update vornehmen zu lassen, da ansonsten die Betriebsuntersagung ausgesprochen werden würde“, zitiert die Zeitung den Stadtsprecher.

Unterdessen habe die Kanzlei KWAG Rechtsanwälte (Bremen) erfahren, dass Besitzer bestimmter abgasmanipulierter Diesel, die noch kein Software-Update aufgespielt haben, nun doch nicht mit einer Stilllegung ihrer Autos am Ende des Monats rechnen müssen. Das teilte das Kraftfahrtbundesamt (KBA) in Flensburg der Kanzlei KWAG mit. Weil Volkswagen das Aufspielen des Updates für den 1,2-Liter-Dieselmotor des Typs EA 189 kürzlich gestoppt habe, sei die Frist einstweilen ausgesetzt, bestätigte die Behörde der Bremer Kanzlei, heißt es in der NWZ weiter.

Der Update-Stopp beim EA-189-Dieselmotor hat möglicherweise auch Auswirkungen auf die Verjährung von Kundenansprüchen, zitiert die Zeitung KWAG-Rechtsanwalt Jan-Henning Ahrens. „Im Vertrauen auf die Wirksamkeit der neuen Software sind wahrscheinlich sehr viele betroffene Dieselfahrer davon abgehalten worden, ihre berechtigten Ansprüche gerichtlich durchzusetzen“, sagt Ahrens. Wenn sich das Software-Update nun als untauglich erweist, könnte es nach Einschätzung der Bremer Kanzlei dazu führen, dass die Verjährung zum Ende des vergangenen Jahres hinfällig ist und Autobesitzer auch jetzt noch auf Schadensersatz klagen können. Zum Jahresende 2018 war die dreijährige Verjährungsfrist für Ansprüche eigentlich ausgelaufen.

Wenn Ihnen auch eine Zwangsstilllegung angedroht worden ist, sollten Sie jetzt dringend Kontakt mit uns aufnehmen.

Grundsätzlich sollten Käufer von abgasmanipulierten Dieselautos unbedingt jetzt Ansprüche geltend machen. In Frage kommen Gewährleistungsansprüche und solche auf Nachlieferung. Bei der letzten Variante fällt auch kein Nutzungsersatz an. Sie erhalten ein fabrikneues Fahrzeug und stellen Ihr altes beim Händler auf den Hof.

Wir prüfen für Sie Rücktritts-, Rückabwicklungs- und Schadensersatzansprüche.

Bei der Durchsetzung Ihrer Kundenrechte ist es sinnvoll, anwaltlich begleitet zu werden.  Unsere Kanzlei hat in Sachen Abgasmanipulation bereits für eine Vielzahl von Mandanten die notwendigen juristischen Schritte eingeleitet.

Wir sind Experten für Schadensersatz. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Den in Auszügen zitierten Artikel aus der Nordwest Zeitung finden Sie  HIER  oder als  PDF-Datei  zum Download.

Die dem Artikel zugrunde liegende KWAG-Pressemitteilung finden Sie HIER.