VW-Abgas-Skandal: „Was wir gemacht haben, war Betrug“

Wie VW-Boss Diess sich bei Lanz neuen Ärger einbrockte, heißt es am 9. 7. 2019 bei BILD.de.

In der Talkrunde von Markus Lanz herrscht meist freundschaftlicher Plauderton. Und so fühlte sich wohl auch VW-Chef Herbert Diess gut aufgehoben, als er sich am 18. Juni zu einer Knallhart-Aussage im Diesel-Skandal hinreißen ließ, schreibt BILD. KWAG-RECHTSANWÄLTE hatte darauf schon am 3. 7. 2019 in einer Pressemitteilung hingewiesen.

Diess antwortete auf die Frage von Lanz, wie er denn den Diesel-Skandal nennen würde: „Das, was wir gemacht haben, war Betrug, ja.“ Und das hat rechtliche Konsequenzen. Denn VW bestehe vor deutschen Gerichten bislang darauf, nichts Illegales getan zu haben, nutzt deshalb auch immer Begriffe wie „Diesel-Thematik“ oder „Umschaltlogik“. Von „Betrug“ also keine Rede, heißt es bei BILD.

Das sei auch einem Richter am Landgericht Oldenburg auf gefallen. Bei ihm würden derzeit einige Fälle, in denen Autokäufer gegen VW klagen. Der Richter fragte laut BILD daraufhin bei der VW-Prozessbevollmächtigten nach, inwiefern diese Aussage zu den Konzern-Statements im Prozess passe.

Die Antwort von Volkswagen sei knapp ausgefallen: Die Aussage von Diess sei nicht im rechtstechnischen Sinne gemeint gewesen, zitiert BILD den Konzern.

Wir meinen: Wenn VW-Chef Diess jetzt von Betrug spricht, ist alles klar. Wir empfehlen betroffenen Dieselbesitzern deshalb, aus der Musterklage auszusteigen.

Das langwierige Verfahren ist überflüssig, wenn der VW-Vorstandsvorsitzende öffentlich einräumt, die seinerzeit Verantwortlichen hätten betrogen. Wozu dann noch eine Musterfeststellungsklage, die eben genau das ans Licht bringen soll. 

Betrogene VW-Kunden sind jetzt erheblich besser beraten, wenn sie individuell klagen.

Je länger Sie noch warten, umso mehr steigt die Nutzungsentschädigung, die vom zu erstattenden Kaufpreis abgezogen wird - und eine Entscheidung im Musterklageverfahren wird dauern.

Außerdem müssen Sie als Betroffener danach ohnehin individuell Ihre Ansprüche geltend machen.

Mehr zum Thema Abgas-Skandal finden Sie HIER und in unserer Pressemitteilung.

Den in Auszügen zitierte Artikel finden Sie  HIER.