Helaba Dublin Landesbank erkennt vor dem OLG Celle alle Ansprüche an: Mandant erhält alle seine seit 2005 an den Medienfonds Montranus III und die Landesbank erbrachten Leistungen zurück

Der Mandant zeichnete nach erfolgter Beratung durch die Helaba Dublin Landesbank Hessen-Thüringen International mit Zeichnungsschein vom 09.11.2005 den Medienfonds Montranus Dritte Beteiligungs GmbH & Co. Verwaltungs KG in Höhe von nominal 100.000 € zuzüglich eines Aufgeldes (Agio). Die Kapitalanleger hatten im Jahr 2005 die Möglichkeit, sich an dem Medienfonds Montranus III als Kommanditisten zu beteiligen. Gegenstand der Beteiligung ist die Herstellung, Vermarktung und Verwertung von Filmprojekten. Die eigenfinanzierte Einlage betrug 51.200 EUR nebst einem Agio. Die Fremdfinanzierung erfolgte mittels obligatorischen Darlehensvertrags mit der Landesbank in Höhe von 48.800 EUR zu einem effektiven Zinssatz in Höhe von 3,87%.

Auf Anraten der KWAG-Anwälte hatte der Mandant den  mit der Landesbank geschlossenen Verbraucherdarlehensvertrag mit Schriftsatz vom 28.12.2012 wirksam widerrufen und die Rückabwicklung nicht nur des Darlehens sondern auch seiner Beteiligung an dem Medienfonds Montranus III verlangt. Die Bank wies den Widerruf als unwirksam zurück. Daraufhin erhoben die KWAG-Anwälte Klage vor dem Landgericht Lüneburg auf Rückabwicklung des Darlehens und Rückerstattung der an die Fondsgesellschaft geleisteten Zahlungen, Zug um Zug gegen Rückübertragung der Fondsanteile des Mandanten an dem Medienfonds Montranus III. Das Landgericht Lüneburg wies mit Urteil vom 26.9.2013 die Klage ab mit der Begründung das Widerrufsrecht sei erloschen, da die dem Mandanten im Jahre 2005 erteilte Widerrufsbelehrung ordnungsgemäß erfolgt sei.

Dagegen legten die KWAG-Anwälte Berufung beim Oberlandesgericht Celle ein und vertraten weiterhin die Ansicht, dass das Widerrufsrecht mangels ordnungsgemäßer Widerrufsbelehrung nicht erloschen sei, weil die in dem Vertrag enthaltene Widerrufsbelehrung fehlerhaft sei, weil sie  dem Deutlichkeitsgebot widerspreche, weil die Widerrufsbelehrung nicht dem Mustertext entspreche und weil sie  über den Beginn der Widerrufsfrist den Verbraucher nicht richtig informiere.

Aufgrund der für den Mandanten positiven Rechtsausführungen der Richter des OLG Celle in der Verhandlung vom 12.3.2014 erkannte die beklagte Landesbank alle mit der Klage geltend gemachten Ansprüche des Mandanten an, so dass ein entsprechendes Anerkenntnisurteil am 26.3.2014 (3 U 218/13) erging.

Als Folge des nunmehr durch rechtskräftiges Urteil des OLG Celle als wirksam anerkannten Widerrufs des mit der Bank geschlossenen Darlehensvertrags kann der Mandant nicht nur seine Zins- und Tilgungsleistungen aus dem Darlehen, sondern auch seine an die Fondsgesellschaft Montranus III  geleisteten Zahlungen abzüglich erhaltener Ausschüttungen zurückverlangen. Er ist nach dem Urteil auch nicht mehr an den Beitritt zur Fondsgesellschaft gebunden mit der nicht unwichtigen Folge, dass er für die Zukunft von möglichen Haftungsansprüchen der Gesellschaft oder Dritter ihm gegenüber in seiner Eigenschaft als Kommanditist verschont ist. Nach dem Urteil des OLG Celle muss sich der Mandant auch etwaige Steuervorteile nicht anrechnen lassen.

Nach KWAG-Erkenntnissen haben gut 8.000 Anleger in die drei Montranus-Beteiligungen I, II und III ein Eigenkapital von etwas mehr als 700 Millionen Euro investiert. Nach diesem Urteil des Oberlandesgerichts Celle, aber auch nach den anderen schon von den KWAG-Anwälten erfolgreich erstrittenen Entscheidungen der Oberlandesgerichte Karlsruhe und Dresden sowie der Landgerichte Oldenburg, Lüneburg und Siegen haben nunmehr sämtliche Investoren gute Chancen, alle aus ihrem Vermögen an die Bank und die Fondsgesellschaft erbrachten Leistungen zurückzuerhalten, also neben den an die Bank erbrachten Zins- und Tilgungsleistungen auch ihre eigenfinanzierte Einlage als Kommanditist der Medienfonds.

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