Die Winterkorn-Anklage offenbart das Scheitern von VWs Strategie

Die Staatsanwaltschaft sieht die Verantwortung im Dieselskandal bei Volkswagen ganz oben, berichten am 14. 4. 2019 verschiedene Medien. Die Anklage gegen Ex-Vorstandschef Martin Winterkorn ist aber nur der erste Schlag in dem aufwendigen Verfahren, heißt es dazu auf WELT.DE. Für Volkswagen könnte es sehr teuer werden.

Die Vorwürfe gegen Winterkorn sind gravierend: Neben schwerem Betrug und einem Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb wirft die Staatsanwaltschaft dem früheren Vorstandschef laut WELT auch Untreue vor. Allein für den besonders schweren Betrug drohen ihm sechs Monate bis zehn Jahre Haft.

Neben Winterkorn soll nach WELT-Informationen auch der ehemalige Vorstand der Marke VW, Heinz-Jakob Neußer, auf die Anklagebank, seine Anwältin will sich zu den Vorwürfen zunächst nicht äußern. Sollte das Gericht die Anklage zulassen, müssten sich die ehemaligen Topmanager in einem öffentlichen Verfahren gegen die Vorwürfe verteidigen, heißt es weiter.

Ein anderer Verdächtiger soll nun mit auf die Anklagebank, obwohl er offenbar eine Art Kronzeugenrolle gespielt hat. Nach Informationen von WELT soll der ehemalige Hauptabteilungsleiter einen Vertrag mit VW geschlossen haben, der vorsieht, dass er sogar im Fall einer Verurteilung weiterhin ein Gehalt und sogar einen Bonus von VW erhält und vom Konzern zudem nicht auf Schadenersatz verklagt wird, wenn er zur Aufklärung beiträgt.

Für die Ermittler ist demnach auch das Motiv des mutmaßlichen Abgasbetrugs klar: Die Angeklagten hätten „in dem Bestreben gehandelt, dem Unternehmen möglichst hohe Verkaufszahlen mit einem möglichst hohen Gewinn zu verschaffen“, zitiert WELT die Staatsanwaltschaft. Und weiter: „Von dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens hing letztlich auch das Einkommen der Angeschuldigten, insbesondere deren vertraglich vorgesehene Bonuszahlung, ab.“

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