Ochtum-Belastung bewegt Anwohner

Mit dem Löschschaum der Feuerwehr ist in der Vergangenheit eine potenziell krebserregende Chemikalie in die Ochtum gelangt. Ein Fachmann für Toxikologie hat jetzt Fragen von Anwohnern beantwortet, berichtet am 4. 10. 2019 der Bremer Weser Kurier von der KWAG-Info-Veranstaltung.

Können Anwohner sich gegen giftige Löschschaumrückstände in der Ochtum wehren, fragt die Zeitung? „Die Ausgangslage ist sehr undurchsichtig. Und das ist für einige hier noch vorsichtig formuliert“, wird KWAG-Rechtsanwalt Andreas Erren zitiert. Auf der  Veranstaltung, zu der die Bremer Kanzlei KWAG am Mittwoch eingeladen hatte, berichtete Thomas Caro, Umweltingenieur und Fachmann für Toxikologie aus Aachen.

Anlass der Veranstaltung: das mit der Chemikalie Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) belastete Ochtumwasser. Die möglicherweise krebserregende Substanz gelangte durch Löschschaum der Flughafenfeuerwehr in das Gewässer. Zwar werde der Schaum seit mehr als 15 Jahren nicht mehr eingesetzt, die Chemikalie sei jedoch im Boden versickert und in das an die Ochtum angeschlossene Gräbensystem eingedrungen. Viele Grolländer nutzen dieses Wasser auch zur Bewässerung ihrer Gärten, heißt es im Weser Kurier. weiter. PFOS sei nicht abbaubar, stellte Experte Caro klar. „Die Biologie kann gegen die Substanzen nichts ausrichten, sodass wir nur durch aktives Eingreifen etwas unternehmen können.“

Rechtlich sei die Lage komplex, wird KWAG-Rechtsanwalt Jan-Henning Ahrens zitiert. Die Kanzlei prüfe für Mandanten unter anderem Ansprüche gegen die Flughafen GmbH und das Land Bremen. Dabei gehe es um möglichen Schadenersatz und sinkende Immobilienwerte aufgrund der Belastung.

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