Kartellverdacht: Autobauern droht Klagewelle

Die Hersteller hüllen sich weiter in Schweigen. Die Aktienkurse gaben am Montag deutlich nach, heißt es in einem Artikel von Jan Petermann und Bernd Zeberl am 25. 7. 2017 in der Nordwest Zeitung aus Oldenburg, die auch KWAG-Rechtsanwalt Jan-Henning Ahrens zitiert.

Berlin/Bremen Die deutschen Autokonzerne hüllen sich nach dem Vorwurf eines möglichen Autokartells weiterhin in Schweigen. Der weltweit größte Autobauer Volkswagen rief seine Aufsichtsräte aber zu einer Sondersitzung am Mittwoch zusammen. Das Bundeskartellamt erklärte, es führe kein Verfahren, aber es lägen „Informationen“ zu möglichen Absprachen im technischen Bereich vor. Auch die EU-Kommission habe Einblick. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums in Berlin wird die EU-Kommission die Federführung bei der Aufklärungsarbeit übernehmen, heißt es in der Nordwest Zeitung.

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Und weiter schreibt das Blatt: Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller rechnet wegen des möglichen Auto-Kartells mit einer Klagewelle. Zehntausende Autokäufer könnten Schadenersatz für überteuerte Fahrzeuge verlangen, wenn sie wegen Absprachen der Hersteller zu viel für ihre Fahrzeuge gezahlt hätten, sagte der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen der „Süddeutschen Zeitung“. Der Gesetzgeber sollte eine Musterklage ermöglichen, damit Kunden nicht einzeln vor Gericht gehen müssen, sondern sich zusammentun können.

Ähnlich äußerte sich auch der Bremer Rechtsanwalt Jan-Henning Ahrens von der Kanzlei KWAG. „Neuwagenkäufer haben unter Umständen Anspruch auf Schadenersatz, wenn sich der Kartellverdacht gegen Audi, BMW, Daimler, Porsche und VW bestätigt“, sagte er. Dabei müssten nicht einmal individuell illegale Absprachen nachgewiesen werden. „Wenn die Behörden offiziell das Bestehen eines Kartells feststellen, sind die Gerichte daran gebunden“, erläuterte er. Lediglich die konkrete Schadenshöhe müsse ermittelt werden.

Den ganzen Artikel aus der Nordwest Zeitung finden Sie  HIER.