Urteil: Commerzbank verschweigt Kickbacks - Anlegerin kann CFB-161-Schiffsfonds rückabwickeln

Das Urteil beruht auf der Nichtaufklärung über sogenannte Kickbacks, also Provisionszahlungen an die Anlagevermittler. Während der Auseinandersetzung vor dem Landgericht Kiel erhob die beklagte Commerzbank die Einrede der Verjährung. Die Zivilkammer sah das anders: Für die Annahme einer grob fahrlässigen Unkenntnis sei es nicht ausreichend, dass die von KWAG RECHTSANWÄLTE vertretene Klägerin erst im Laufe eines vor Jahren geführten Rechtsstreits zu einem Medienfonds davon erfuhr, dass dort Kickbacks an die Bank flossen. Dieser Umstand ließe keineswegs den Umkehrschluss zu, dass die Klägerin ohne grobe Fahrlässigkeit hätte schließen müssen, dass auch bei dem von ihr gezeichneten Schifffonds Kickbacks flossen. Die Commerzbank muss der Klägerin nun gegen Rückgabe des CFB-161-Fonds mehr als 12.500 US-Dollar plus Zinsen erstatten.

 

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