Sparkassen kündigen massenweise lukrative Sparverträge

Rund 800.000 Kunden der Stadtsparkasse München sollen zum Jahresende Prämiensparverträge verlieren. Der Grund: die wahrscheinlich dauerhaft niedrigen Zinsen, berichtet das Handelsblatt am 26. 9. 2019.

Ein Teil der Geldhäuser habe bereits 2017 und 2018 Kündigungen ausgesprochen, andere Sparkassen hätten in den vergangenen Wochen und Monaten nachgezogen. Nach Handelsblatt-Recherchen haben inzwischen mehr als 40 Sparkassen und damit bundesweit mehr als jedes zehnte Institut solche Sparverträge gekündigt oder Kündigungen avisiert. Insgesamt dürfte es demnach um weit über 100.000 Verträge gehen. Die Zahl der Kündigungen dürfte weiter steigen, heißt es weiter.

Die Geldhäuser würden den Schritt unisono mit den Null- und Negativzinsen in der Euro-Zone begründen. Darin sehe man einen „sachgerechten Grund“ für die Kündigung, erklärte beispielsweise die Münchener Stadtsparkasse gegenüber dem Handelsblatt. Das Problem aus Sicht der Sparkassen: Die Zinsen und Prämien, die sie mit ihren Kunden in Prämiensparverträgen vereinbart haben, sind weit höher als die aktuellen Zinsen.

Die Sparkassen berufen sich dabei auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH), nach dem die Kündigung langjähriger Sparverträge unter bestimmten Umständen zulässig ist. Verbraucherschützer meinen allerdings, dass die BGH-Entscheidung nicht für alle Prämiensparverträge greift.

Wenn Ihr Geldinstitut Ihnen ebenfalls den Sparvertrag kündigt, nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir beschäftigen uns schon länger mit der Tehmatik und prüfen gern die Rechtsmäßigkeit der Kündigung.

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