KWAG-Anleger-Info: Zahlungsklagen der SonnenHöfe Unterhaching GmbH & Co. KG i. L.

Was Sie jetzt unbedingt wissen müssen.

Eine Anlegerinformation von KWAG-Rechtsanwältin Christina Gladkich

 

Die Fakten:

Anleger der SonnenHöfe Unterhaching GmbH & Co. KG i.L. (ehemals SHB Innovative Fondskonzepte AG & Co. Erlenhofpark München-Unterhaching KG) werden derzeit verstärkt zur Kasse gebeten. In der Sache geht es um Klagen der sich in Liquidation befindlichen Fondsgesellschaft auf Zahlung rückständiger Einlagen bzw. etwas Ähnlichem - und da wird es für Sie und uns interessant.

Die Gesellschaft wird nämlich derzeit liquidiert, mithin abgewickelt. Dabei wird errechnet, ob und wenn ja, welche Ansprüche gegen die Anleger bestehen. Die Gesellschaft plant, einen sogenannten Innenausgleich vorzunehmen. Mit einer vorläufigen Berechnung des späteren möglichen Auseinandersetzungsguthabens der Firma will sie darstellen, wie sie das verbliebene Geld unter allen Anlegern gerecht aufteilen will.

Hat einer der Gesellschafter als Anleger seine Einlage noch nicht vollständig erbracht - z.B., weil er ein Ratenmodell gewählt hat -  wird er nun aufgefordert, noch etwas einzuzahlen, damit er nicht bessergestellt wird als ein Gesellschafter, der seine Einlage bereits zum Zeitpunkt des Beitritts vollständig erbracht hat.

Was ist das Besondere an diesen Klagen:

Grundsätzlich gilt: auch in der Abwicklungsphase kann eine Gesellschaft von einem Gesellschafter noch Zahlungen verlangen, wenn dieser seine Einlage bislang nicht vollständig eingezahlt hat.

Die Fondsgesellschaft fordert aber gar nicht die vollständige Zahlung der restlichen Einlage, sondern nur einen Bruchteil davon. Mit undurchsichtigen Berechnungen dazu, was es irgendwann und nur womöglich innerhalb der Firma und unter den Gesellschaftern aufzuteilen gibt, wird in der Klage vermeintlich nur das geltend gemacht, was die Gesellschaft benötigt, um „gerade mal so“ alle Gesellschafter gleich zu befriedigen.

Was Sie jetzt tun können

Finden Sie komisch und wirr? Wir auch. Das ist noch nicht alles. Die Klageschriften weisen unseres Erachtens noch weitere beachtenswerte Fehler und Kuriositäten auf. Diese wiederum nutzen wir, um den ungerechtfertigten Forderungen der Gesellschaft entgegenzutreten. Ob die überhaupt berechtigt ist - und nicht eigentlich die Liquidatorin der Firma -, Forderungen gegen die Anleger geltend zu machen, ist auch offen.

Unser Rat: Verteidigen Sie sich gegen die Klagen der Fondsgesellschaft! Unterstützung finden Sie bei einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht.

Bei Rückfragen zum Thema steht Ihnen gern KWAG-Rechtsanwältin Christina Gladkich zur Verfügung.

Die KWAG-Anleger-Information steht  HIER  als PDF-Datei zum Download bereit.